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Fotogalerien Jürgen Escher

Bangladesch


Flüchtlingslager-Projekt in Cox's Bazar

Projekte im Nordosten

Factfinding-Tour nach der Überschwemmungskatastrophe im Süden


Kongo

Flüchtlinge zwischen den Fronten

Krankenhaus am Ende der Welt








Am Anfang stand die Not der vietnamiesischen Bootsflüchtlinge ("boat people"), die übers südchinesische Meer in die Freiheit entkommen wollten. Auf überladenen, altersschwachen Booten fuhren Taussende in ihr Verderben, wurden Opfer von Stürmen oder Piratenüberfällen.

1979 gründeten Christel und Rupert Neudeck mit Freunden das Komitee "Ein Schiff für Vietnam" - und charterten für die Rettungsmission den Frachter "Cap Anamur" benannt nach einem Kap an der türkischen Küste.

Die Fahrten der "Cap Anamur" (und ihrer Nachfolge-Schiffe) wurden - entgegen allen Unkenrufen diverser "Experten" - ein Riesenerfolg: 10.375 boat people konnten aus dem Meer gerettet werden 35.000 weitere wurden an Bord medizinisch versorgt.

Der ungeheure Rückhalt in der deutschen Bevölkerung, die mit ihren Spenden diesen Sieg der Menschlichkeit ermöglicht hatte, führte zu dem Beschluß, die Arbeit weiterzuführen - auch in anderen Teilen der Welt. So entstand das Komitee "Deutsche Not-Ärzte e.V." - und ein Name war auch schnell gefunden: Cap Anamur. Es folgten Einsätze rund um den Globus: Somalia, Uganda, Äthiopien, Sudan, Eritrea, dann Afghanistan, Vietnam und Nordkorea ... die Länder Afrikas und Asiens bildeten den Schwerpunkt unserer Projektarbeit. Bis dann der Krieg - und mit ihm Not und Elend - auch wieder nach Europa zurückkehrte: In Bosnien, im Kosovo und in Mazedonien haben unsere Ärzte und Krankenschwestern sich um die Vertriebenen und Geschundenen gekümmert, haben Techniker Ambulanzen und Schulen gebaut, wurden Hilfsgüter und Baumaterial ausgegeben ... Hilfe zur Selbsthilfe, wo immer möglich.

In unseren Projekten arbeiten Ärztinnen und Pfleger, Baufachleute und Logistiker zum Einheitslohn von 1.100,- Euro brutto. Alle haben sich für sechs Monate verpflichtet - viele verlängern.

Nach 23 Jahren hat es bei Cap Anamur einen Führungswechsel gegeben: Ein neues Team wird die Arbeit getreu den Prinzipien und im Geiste der Gründer fortsetzen. Denn das Leid auf der Welt ist kaum kleiner geworden - und der Wahnsinn des Krieges nicht überwunden. Deshalb stehen wir weiter auf der Seite der Schwächsten und Unterdrückten und leisten Widerstand gegen das vermeintlich Unabwendbare. Denn unsere Erfahrung zeigt: Man kann etwas tun ...




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