Karfreitag wurde der langjährige ARD-Korrespondent und WELTSPIEGEL-Moderator Jörg Armbruster bei Dreharbeiten in Aleppo angeschossen und schwer verletzt. Kurz zuvor hatte er noch eine Schule nördlich von Aleppo besucht. -> HIER den Beitrag online anschauen.
Das kommunistische Land Nordkorea scheint sich zaghaft zu öffnen. Diese Erfahrung haben zumindest die Helfer von Cap Anamur gemacht. Mehrere Container mit medizinischen Gerät konnten sie bereits in die Hauptstadt von Nordkorea bringen.
Essen. 25 Jahre lang hatte Werner Strahl eine Kinderarzt-Praxis in Werden. Nun ist der 68-Jährige Vorsitzender der Hilfsorganisation „Cap Anamur. Deutsche Not-Ärzte e.V.“ Seine nächste Dienstreise führt nach Sierra Leone.
Nach 25 Jahren mit eigener Kinderarztpraxis und 33-jährigem Engagement bei der Hilfsorganisation „Cap Anamur – Deutsche Not-Ärzte“ denkt Werner Strahl noch lange nicht an den Ruhestand. Im Gegenteil: Der 68-Jährige tritt nun sein neues Amt als Vorsitzender der Hilfsorganisation an, zu dem er Ende September gewählt wurde.
Werner Strahl, Kinderarzt aus Essen, ist neuer Vorsitzender der Hilfsorganisation Cap Anamur. Er wurde zum Nachfolger der acht Jahre lang amtierenden Edith Fischnaller gewählt. Strahl, der auch Facharzt für Neurochirurgie ist, war Schatzmeister der Organisation und gehört seit sechs Jahren dem aus drei Personen bestehenden Vorstand an. Im domradio.de-Interview spricht er über seine Ziele.
„Nichts ist gut in Afghanistan“, hatte Bischöfin Marion Käßmann Anfang 2010 gesagt. Doch, im Bildungs- und im Gesundheitswesen läuft es gut, sagt Faisal Haidari (35), Neustadter mit afghanischen Wurzeln. Er ist regelmäßig für die Hilfsorganisation Cap Anamur im Land, um am Aufbau der medizinischen Versorgung mitzuarbeiten. -> Artikel als PDF
E h r e n f e l d – Cap Anamur - der Name steht für Hilfe aus Deutschland, genauer gesagt aus Köln, noch genauer aus der Thebäerstraße in Ehrenfeld. Hier residiert die Organisation, für die deutsche Ärzte und Schwestern in aller Welt Leben retten und Kranken helfen.
Die Potsdamer Krankenschwester Claudia Georgi (38) arbeitete ein halbes Jahr für die Hilfsorganisation Cap Anamur auf einer Intensivstation für Neugeborene in Sierra Leone. Mit ihr sprach Ulrich Wangemann.
Raphael Veicht von der Hilfsorganisation "Cap Anamur" kümmert sich um das vom Grenzkonflikt im Sudan betroffenen Nuba-Volk. Die Menschen seien durch ständige Bombenangriffe eingeschüchtert, so Veicht. Der einzige Schutz seien Steinhöhlen im gebirgigen Gelände. Hilfe durch die UN gebe es keine. Diese sei eher um den Waffenstillstand zwischen Süd- und Nordsudan bemüht. Hier gehts zum Radio-Interview: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1755433/
"Wenn in den Medien über Afghanistan berichtet wird, dann sehen wir nur Bilder von Chaos und Attentaten", sagt Jürgen Escher. "Doch das Land hat auch andere Seiten." Einige Hoffnungsvolle Neuanfänge hat der Herforder Fotograf für Cap Anamur mit der Kamera festgehalten. -> Artikel als pdf
Jeder kennt George Clooney. Aber wer kennt Raphael Veicht? Über den Star aus Hollywood ist immer viel zu lesen –was man von dem jungen Mann aus Passau nicht behaupten kann. Dabei haben die beiden etwas gemein: Sie setzen sich für das Überleben der Nuba ein.
Andere putzen ihr Auto, wenn sie Gäste zu transportieren haben, Raphael Veicht hat seinen Landcruiser fein säuberlich von oben bis unten mit Dreck beschmiert. "Ihr werdet schon noch sehen, warum", sagt der beleibte Krankenpfleger mit bayerischem Akzent.
Herat/Herford. Afghanistan – das ist nicht nur Bombenterror, Al Kaida, Burka, Armut und schwer bewaffnete Schutztruppen. Das Land am Hindukusch, wo „Deutschlands Freiheit verteidigt werden muss“, kann ganz anders sein. Der Herforder Fotograf Jürgen Escher war jetzt zum dritten Mal in Zentralasien – und jedes Mal fand er eine andere politische Situation vor. Was sich jedoch nicht geändert hat, sind die schwierigen Lebensbedingungen der Afghanen. Artikel als PDF
In den Nuba-Bergen tobt seit neun Monaten der Bürgerkrieg zwischen den Rebellen und den sudanesischen Regierungstruppen. Nun droht eine weitere Eskalation: Truppen aus dem Südsudan eilen den Nuba zu Hilfe im Kampf gegen das Regime in Khartum. (Artikel als pdf Teil 1 und Teil 2)
Von der Welt unbeachtet toben in den Nuba-Bergen im Sudan Kämpfe zwischen Rebellen und Regierung. Frauen und Kinder sterben, Tausende sind vertrieben. (Artikel als pdf)
Die Nuba: Leni Riefenstahls Bilder machten sie einst bekannt. Heute sucht das Volk aus Sudan Schutz in Höhlen und Felsspalten - vor den Bomben des Regimes in Khartum. Ein Frontbericht. (Artikel als pdf)
In den Nuba-Bergen im Sudan tobt ein von der Welt unbemerkter Krieg. Regierungstruppen und Rebellen liefern sich Gefechte. Frauen und Kinder sterben. (Artikel als pdf)
In den Nuba-Bergen im Sudan tobt ein von der Welt unbemerkter Krieg. Regierungstruppen und Rebellen liefern sich Gefechte. Frauen und Kinder sterben. -> Hier geht's zum Online-Artikel
Für die Organisation Cap Anamur – Deutsche Notärzte organisiert Jürgen Maul gemeinsam mit Einheimischen in Flüchtlingslagern Nothilfe. „Wir waren zum Beispiel vor einer Woche in einem Lager mit 1.800 Familien, also etwa 10.000 Menschen, das eine sehr schlechte Trinkwasserversorgung hatte. Die bestand aus einem zwei mal drei Meter großen Loch von 20 Zentimeter Tiefe im Boden, in das eine Plane gelegt war und in das ein Trinkwasserwagen der Hilfsorganisation „Islamic Relief“ regelmäßig Wasser füllte. „Aber von dem Wasser tranken natürlich alle. Auch die Tiere“, berichtet Maul im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.
Osnabrück. Die Klasse 13 der Berufsbildenden Schulen (BBS) des Landkreises in Haste nimmt derzeit das Thema globale Solidarität durch. Als sich die Schüler bei Bernd Göken von Cap Anamur meldeten, wollten sie eigentlich einen Termin für einen Anruf vereinbaren, der dann per Lautsprecher in den Unterricht geschaltet werden sollte. Doch der Geschäftsführer des Vereins bot an, die Klasse leibhaftig zu besuchen.
KAMPALA - Wer überleben will, gräbt sich ein Loch. Im Flussbereich oder unter einem großen Stein. Man sollte ganz hineinschlüpfen können, damit einen die Bombensplitter nicht treffen. Ganz schlecht ist es, sich unter einen Baum zu flüchten. Denn den zerfetzt es beim Einschlag, und die Holzstücke schießen wie Pfeile durch die Gegend. Im Sudan haben die Menschen solche Überlebenstechniken in Jahrzehnten des Bürgerkriegs gelernt.
Herford/Berlin. Eine hohe Auszeichnung beim Fotowettbewerb der Kinderhilfsorganisation UNICEF ist dem seit 26 Jahren für die Hilfsorganisation
Cap Anamur fotografierenden Herforder Lichtbildner Jürgen Escher zuteil geworden.
H e r f o r d (HK). Preisverleihung im Blitzlichtgewitter: Bettina Wulff, Ehefrau des Bundespräsidenten und Unicef-Schirmherrin, hat den Herforder Fotografen Jürgen Escher in Berlin ausgezeichnet.
Mogadischu - Donnerstags, wenn die Sonne scheint, wird der Lido lebendig. Zum ersten Mal seit Jahren wagen sich Bewohner der verheertesten Stadt der Welt zum Auftakt des muslimischen Wochenendes wieder an Mogadischus blütenweißen Strand.
Eine Jahrhundertdürre und der Bürgerkrieg haben die somalische Hauptstadt zu einem riesigen Flüchtlingslager gemacht. Arabische Staaten und muslimische Organisationen wollen sich in Mogadischu jetzt als Helfer profilieren VON ANDREA BÖHM
FRANKFURT/MAIN (ine). Als eine der wenigen deutschen Hilfsorganisationen engagiert sich Cap Anamur in Somalias Hauptstadt Mogadischu. Die Menschen leiden unter der Dürre und den jahrelangen Kämpfen der Al-Shabaab-Rebellen gegen die Übergangregierung. Die Anzahl der Patienten und die Schwere der Erkrankungen stellt die Mediziner täglich vor neue Herausforderungen.
Abgemagerte Kinder, leere Lebensmittellager und keine Medikamente. Mit dieser Situation war Bernd Göken von der Hilfsorganisation Cap Anamur bei seinen Reisen in Nordkorea konfrontiert. Im Mai und im August dieses Jahres durfte Göken mit einem Team einreisen. Es war das erste Mal seit 2002, dass die Hilfsorganisation wieder im Land tätig war. Vor neun Jahren hatte Cap Anamur aufgrund von massiven Beschränkungen bei der Bewegungsfreiheit das Land verlassen.
TROISDORF. Doch es gab sie, die schönen Momente inmitten von viel Elend. Immer dann, wenn ein Kind die kritischen Stunden überstanden hatte. Dass diese Momente überwogen, dass er mehr Kinder gerettet als verloren hat, hat Markus Hohlweck über vieles hinweggeholfen. Hier finden Sie den gesamten Artikel als pdf.
Seit August arbeitet ein Ärzteteam der deutschen NGO in Mogadischu, Hauptstadt eines weitgehend kollabierten Staates, auf dessen Territorium sich im Frühjahr mehrere Krisen zu einer gewaltigen Katastrophe gebündelt haben. Hiergeht's zum Blog von Andrea Böhm.
HERSBRUCK (ld) - Jürgen Maul (49) aus Hersbruck arbeitet seit fünf Jahren für die Organisation Cap Anamur und engagiert sich derzeit besonders für deren Projekte in Nordkorea. Im Moment ist er für drei Wochen zu Hause, bevor es für ihn wieder zurück nach Bangladesch geht.
Mönchengladbach (RP). Die Bilder von unterernährten und sterbenden Kindern und weinenden Müttern gehen ihr nicht mehr aus dem Kopf. Erst vor wenigen Tagen ist Yasmin Hiller aus dem afrikanischen Krisengebiet zurückgekehrt. Sie würde trotzdem wieder hinreisen – und da helfen, wo die Not am größten ist.
Allendorf/Lda./Linden (js). Die Krankenpflegerin Nicole Gruß hat nicht lange überlegen müssen, ob sie der Bitte von »Cap Anamur/Deutsche Notärzte e.V.« entspricht, etwa ein halbes Jahr lang in dem Krankenhaus (KH) in Kamituga in der Provinz Süd-Kivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo (ehemals Zaire) das dortige Mediziner-Team zu unterstützen.
Die prächtigen Kolonialbauten sind zerstört, das Leben der Somalier ist geprägt von 20 Jahren Bürgerkrieg und der schwersten Dürre seit 60 Jahren. Inmitten von Not und Zerstörung versucht die Hilfsorganisation Cap Anamur, den unter und mangelernährten Kindern zu helfen. Jürgen Escher dokumentierte ihre Arbeit im Banadir-Hospital in Mogadischu.
Im Auftrag von Cap Anamur hat Krankenschwester Yasmin Hiller im Banadir-Krankenhaus in Mogadischu mitgearbeitet. „Unvorstellbar“ für europäische Maßstäbe seien die Zustände im somalischen Klinikalltag. Am Donnerstagabend berichtet sie im Rautenstrauch-Joest-Museum über ihre Arbeit.
Diese Hauptstadt ist nach dem Bombenanschlag, zu dem sich die radikalislamische Shebab-Miliz bekannt hatte, traumatisiert. Mehr als 70 Menschen verloren ihr Leben, weitere 150 wurden verletzt.Mogadischu, die zum größten Flüchtlingslager der Welt mutierte Metropole, droht wieder im Chaos zu versinken. 200 Camps sind im Stadtgebiet zwischen zerbombten Ruinen und ausgehobenen Schützengräben verstreut. In notdürftig aus Plastikfolie und Holzbrettern zusammengezimmerten Behausungen und Zelten leben hunderttausende Flüchtlinge. Sie sind auf die Hilfe von außen angewiesen.
Für viele ist das durch Bürgerkrieg zerrüttete Mogadischu ein Höllenloch. Doch für tausende Flüchtige vor dem Hunger scheint es die letzte Hoffnung in Somalia.
Den Videobeitrag, in dem auch Cap-Anamur-Mitarbeiterin Yasmin Hiller berichtet, können Sie in der Mediathek des ZDFs sehen:
Ausgezehrte Körper, die winzigen Gesichter von Krankheit und Leid gezeichnet, die Blicke leer. Mehrere kranke Kinder in einem Bett, das Laken blutig. Kleine Fingerchen, die sich um eine leere Schüssel krallen. "Das Leid der Kinder in Nordkorea ist unermesslich", sagt Bernd Göken, Geschäftsführer der Kölner Hilfsorganisation Cap Anamur. Der 45-Jährige weiß, wovon er spricht: Zweimal war er in diesem Jahr in Nordkorea, das sonst sorgfältig vom Westen abgeschirmt wird. Und er hat erschütternde Fotos mitgebracht.
Luitgart Wiest lebt in zwei Welten: In Somalia, Mosambik oder Tschetschenien behandelt sie Kriegsverletzungen, daheim in München betreibt sie eine Praxis, die sich auf Faltenbehandlung spezialisiert hat. Ärztin wollte sie ursprünglich nicht werden, doch ihre Erfahrungen in Äthiopien ließen sie nicht mehr los.
Unmittelbar nach dem verheerenden Erdbeben im Januar 2010 schickte die Hilfsorganisation Cap Anamur (www.cap-anamur.org) ein Team mit Ärzten, Krankenpflegern und Technikern nach Haiti. Während meines fast vierwöchigen Einsatzes im Februar und März 2010 stand die Planung des Krankenhausaufbaus in Petit-Goâve im Mittelpunkt. Jetzt, mehr als ein Jahr danach, hat sich vor Ort viel getan, doch die Lage ist immer noch sehr schwierig. Hier finden Sie den gesamten Artikel als pdf.
H e r f o r d (HK). Die Medienresonanz auf seine Bilder aus Nord-Korea war gewaltig. Auf weit weniger Interesse stößt Jürgen Eschers jüngste Reise nach Sierra Leone: »Dabei handelt es sich um eines der ärmsten Länder der Welt, dessen Einwohner dringend unsere Hilfe benötigen.« Hier finden Sie den Artikel als pdf.
Morgen wäre es für Faduma vermutlich schon zu spät gewesen. Wie für die vier Kinder, denen gestern nicht mehr geholfen werden konnte. Tag für Tag werden drei oder vier, manchmal auch fünf oder sechs kleine Holzkisten aus dem Banadir-Hospital in der somalischen Hauptstadt Mogadischu getragen. „Die Kinder kommen viel zu spät zu uns“, klagt die Ärztin Lul Mohamud.
Mit 60 000 Euro Spenden sind zwei konkrete Projekte in Ostafrika binnen weniger Wochen finanziert. Dickes Lob von den Profis: „Sie haben schnell, unbürokratisch und effektiv reagiert“
Ein Cap-Anamur-Mitarbeiter berichtet aus Mogadischu: Volker Rath ist für Cap Anamur seit Ende Juli als Logistiker in Mogadischu. Im domradio.de-Interview berichtet er über die katastrophalen Zustände und den täglichen Kampf ums Überleben im größten Kinderkrankenhaus der Stadt.
Hier können Sie sich das Interview als mp3-Datei anhören.
Die diesjährige Hungersnot, die mittlerweile elf Millionen Menschen am Horn von Afrika in Mitleidenschaft zieht, hat sich seit über einem Jahr angekündigt. Klimaexperten hatten vor einer Dürre gewarnt, Helfer und Politiker wussten, was da auf uns zukommt, aber handelten nicht. Warum haben alle Frühwarnsysteme versagt? Wie konnte es zu diesem Wettlauf gegen die Zeit kommen? Eine Woche im Epizentrum der Krise. In der Mediathek anzusehen: http://www.ardmediathek.de
MÜNCHEN Montag ist sie aus Mogadischu zurückgekommen, Freitag ist sie in den USA – ihr neues Fachbuch vorstellen. Zwischendurch ist die Hautärztin Dr. Luitgard Wiest daheim in München. Unerschrocken wie seit Jahrzehnten war sie für die Hilfsorganisation „Cap Anamur“ unterwegs – an den Brennpunkten der Katastrophe. Die AZ sprachmit ihr über eine abenteuerliche Reise und die Schrecken in Somalia.
Es gibt so manchen Fotografen, der sich mit seiner Arbeit einbringt in die bemerkenswerten Aktivitäten der internationalen Hilfswerke. Einer von ihnen ist der
Fotograf Jürgen Escher, der insbesondere für das Hilfswerk Cap Anamur tätig ist. Er dokumentiert mit seinen Aufnahmen unterschiedlichste Aspekte dieser segensreichen Arbeit, hält die zum Teil furchtbaren Momente, mit denen Hilfswerke konfrontiert sind, mit der Kamera fest, zeigt aber auch den hoffnungsvollen Teil dieser Arbeit.
Nur selten dürfen Journalisten aus Nordkorea berichten. Das Land unter Diktator Kim Jong Ill ist vollkommen isoliert, die Menschen leiden Not und Hunger, essen sogar Gras. Eine Reportage von Philipp Abresch. Hier geht's zum Video.
Nordkorea ist von chronischem Lebensmittelmangel betroffen, in den 1990er-Jahren starben bereits Tausende Menschen bei einer Hungersnot. Laut der UNO brauchen dort derzeit rund sechs Millionen Menschen dringend Hilfe.
In Nordkorea essen Menschen Gras, um nicht zu verhungern. Cap-Anamur-Geschäftsführer Bernd Göken ist gerade aus dem verarmten Land zurückgekehrt und berichtet im FOCUS-Online-Interview von finsteren Zuständen.
Einem deutschen Journalistenteam ist es gelungen, nach Nordkorea zu kommen und die Hungersnot zu dokumentieren - unter schwersten Bedingungen. Denn der Staat reguliert die Arbeit der Medien massiv.
Reportageanträge werden selten genehmigt und warten lange auf Bearbeitung. Bei Nichtgefallen wird die Einreise in Zukunft verweigert, was jüngst der Spiegel und das ZDF erfahren mussten. Sie dürfen nicht mehr in das Land einreisen.
Die Kulisse von Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang erinnert an das Leben in einer gewöhnlichen asiatischen Metropole: Eistüten, Fast Food, Handys. Selbst ein Freizeitpark bietet Abwechslung. Doch nur eine Stunde entfernt von der Metropole zeigt sich das völlige Kontrastprogramm: Armut und Hunger.
Mehr als 5 Millionen Menschen sind in Nordkorea vom Hunger bedroht. Vor allem die Lage auf dem Land ist katastrophal. Es fehlen zudem Medikamente und eine auch nur annähernd ausreichende medizinische Versorgung. In der Mediathek des ARD kann der Beitrag angesehen werden.
Der Anblick der ausgemergelten Kinder im Krankenhaus von Haeju ist erschütternd: "Ich habe Bauchweh, hatte drei Tage Durchfall", flüstert der fünfjährige Kim Jin Song leise - und hält sich dabei die Hand auf den Bauch. Der starke Regen der letzten Wochen hat das Trinkwasser verunreinigt und die Situation für die geschwächten Kinder in der Region verschlimmert.
Bernd Göken im Gespräch mit Matthias Hanselmann: Das Volk der Nuba in der Grenzregion von Nord- und Südsudan kämpft ums Überleben. Sie werden bombadiert, gejagt, getötet. Denn ihre Region liegt in der Nähe von Erdölfeldern, die der Nordsudan kontrollieren will. Um das Volk der Nuba im Grenzgebiet zwischen muslimischem Norden und christlichen Süden zu retten, hilft nur massiver internationaler politischer Druck, sagt Bernd Göken von Cap Anamur.
Cap Anamur gelang es, dem Fotografen Jürgen Escher ein Visum zu verschaffen. Getarnt als Logistiker konnte der Herforder die Hilfslieferungen begleiten. Jetzt kam er zurück – mit Bildern und Eindrücken aus einem von der Diktatur völlig abgeschotteten Teil dieser Welt.
Als im Februar nach Jahren der Anruf kam, ahnte Bernd Göken, dass eine Katastrophe bevorstand. Göken ist Geschäftsführer der Hilfsorganisation Cap Anamur. 2002 hat sie ihre Unterstützung für Nordkorea beendet, weil das Regime alle Zugeständnisse verweigerte: keine Journalisten, keine Bewegungsfreiheit im Land für die ausländischen Kräfte. Nur Abschottung. Drei Jahre später warf das Regime alle ausländischen Hilfsorganisationen aus dem Land. Es gab niemanden mehr, der half.
Jedes Kind in Sierra Leone soll geimpft werden. Deswegen reisen mobile Impfteams durchs ganze Land. Die Kampagne verläuft nicht ganz reibungslos, aber es gibt erste Erfolge.
Sierra Leone ist eines der ärmsten Länder der Welt. Mit internationaler Hilfe wurde die Kleinkindersterblichkeit in den vergangenen fünf Jahren halbiert. Pia Heinemann war mit den Impfhelfern im Land unterwegs.
In Nordkorea als Journalist zu fotografieren oder zu drehen, ist kaum möglich. Dem Herforder Jürgen Escher ist es gelungen. Er war im Auftrag der Hilfsorganisation »Cap Anamur« in dem ostasiatischen Land, um die Verteilung von 200 Tonnen Reis zu dokumentieren.
Auf stern.de gibt es die ersten Bilder aus Nordkorea zu sehen. Unser Fotograf Jürgen Escher hat die Nahrungsmittelverteilung begleitet und dokumentiert. Nun schildert er seine eindrucksvollen Erlebnissen.
Sein Abitur machte Volker Rath am Käthe-Kollwitz-Gymnasium. Jetzt ist er als Cap-Anamur-Logistiker seit Anfang April in Afrika im Einsatz.
Abidjan/Wilhelmshaven/lr - Auch nach dem Machtwechsel kommt es in dem afrikanischen Land Elfenbeinküste immer wieder zu Kämpfen. Nach heftigen Straßenkämpfen in Abidjan sind nach Angaben der UNO mehr als 200 000 Menschen aus dem Gebiet in der Elfenbeinküste geflohen.
Nordkorea taucht in der Berichterstattung eigentlich nur dann auf, wenn es etwa Unmenschliches, Grausames oder Skurriles über den nördlichen Teilstaat auf der koreanischen Halbinsel zu berichten gibt.
Abidjan/Köln – Auch nach dem Machtwechsel kommt es in der Elfenbeinküste immer wieder zu Kämpfen. Cap-Anamur-Logistiker Volker Rath ist seit Anfang April in Abidjan, um den Menschen dort zu helfen.
CASTROP-RAUXEL Die Castrop-Rauxeler Ärztin Meike Massmann hat sich ein halbes Jahr lang für die deutsche Hilfsorganisation Cap Anamur in Sierra Leone aufgehalten, um dort in der Hauptstadt Freetown am einzigen Kinderkrankenhaus des gesamten Landes ärztliche Hilfe zu leisten.
Die Hilfsorganisation "Komitee Cap Anamur / Deutsche Notärzte e. V" hat ein neues Hilfsprojekt in Shade, einem Ort im Distrikt Zinedjan, etwa 60 Kilometer von Herat entfernt in der Nähe der iranischen Grenze Afghanistans, in Gang gebracht. Hier soll in den kommenden sechs Monaten ein neues Krankenhaus entstehen.
Andreas Herr aus Vorra ist nach Pakistan aufgebrochen, um dort den Einsatz der Hilfsorganisation Cap Anamur zu planen. Der 44-Jährige ist nicht zum ersten Mal in einer Krisenregion aktiv.
Christof Mayer aus Ichenheim startet heute
Heute fliegt Christof Mayer aus Ichenheim nach Haiti - er will für den Verein Cap Anamur den Erdbebenopfern des Inselstaates in der Karibik helfen.
An diesem Montag wird bekanntgegeben, wer den Deutschen Buchpreis gewinnt. Über einen der sechs Kandidaten wird am wenigsten berichtet: Rainer Merkel arbeitet in einer psychiatrischen Klinik in Liberia. Ein Interview.
Mehr als fünf Jahre nach der Rettung 37 schiffbrüchiger Afrikaner durch ein deutsches Hilfsschiff vor Sizilien endete der Prozess gegen den damaligen Vorsitzenden der Hilfsorganisation Cap Anamur, Elias Bierdel, den Kapitän und den ersten Offizier mit einem Freispruch.
Vor fünf Jahren barg Stefan Schmidt aus Lübeck 37 Flüchtlinge aus Seenot. Dafür wurden er und zwei Mitstreiter in Italien vor Gericht gestellt. Gestern kam der Freispruch.
In Italien wurde drei Jahre lang ein Prozess gegen den frühreren Cap-Anamur-Chef Elias Bierdel geführt. Der Vorwurf: Beihilfe zu illegaler Einwanderung. Zum Prozess kam es nach einer Rettungsaktion im Sommer 2004 vor Sizilien.
Freispruch für den ehemaligen Cap-Anamur-Vorsitzenden Bierdel: Über fünf Jahre nach der Rettung afrikanischer Flüchtlinge im Mittelmeer durch das Schiff Cap Anamur hat ein Gericht auf Sizilien den Ex-Chef der Hilfsorganisation freigesprochen. Auch der deutsche Kapitän Schmidt verließ das Gericht als freier Mann. Beiden drohte wegen Beihilfe zur illegalen Einwanderung in einem besonders schweren Fall vier Jahre Haft.
Der Versuch, die Rettung von Schiffbrüchigen als "Menschenhandel" zu kriminalisieren, war der eigentliche Skandal des Gerichtsverfahrens gegen die Schiffsführer der Cap-Anamur.
Ein italienisches Gericht spricht die Verantwortlichen der Cap Anamur vom Vorwurf der Schlepperei frei. Der war konstruiert - doch darum ging es auch gar nicht.
Tausende Flüchtlinge haben Cap Anamur ihr Leben zu verdanken. In Köln feierte die Hilfsorganisation jetzt ihren 30. Geburtstag. Sie hat auch künftig noch viel zu tun.
Es gibt nicht nur Hass, Gewalt und Taliban. Wie eine Münchnerin in Afghanistan versucht, den Kreislauf von Armut und Krankheit zu brechen. Eine AZ-Reportagen aus einem Land unter Spannung.
Dr. Rudolf Lohmeyer war ein halbes Jahr in Afrika, um beim Wiederaufbau eines Krankenhauses zu helfen. Morgen berichtet er in St. Tönis über seine spannende Arbeit.
Helfer in Krisengebieten. Sie wollen Opfer retten, Zerstörtes aufbauen oder politische Stabilität schaffen doch international tätige Helfer werden immer öfter selbst zur Zielscheibe der Gewalt. Internationale Organisationen denken deshalb darüber nach, wie sie ihre Mitarbeiter besser schützen können.
Die Flüchtlingswelle nach Italien reisst nicht ab. Die Küstenwache hat gestern vor der Insel Lampedusa rund 200 afrikanische Flüchtlinge aufgegriffen. Sie stammen mehrheitlich aus Nordafrika.
Es spricht der Nigerianer Robat Benjamin, der einzige "clandestino" der Cap Anamur, der nicht in sein Heimatland zurückgeschickt worden ist. "Unsere Schuld ist besteht nur aus dem einen: dass wir vor Not und Krieg geflohen sind".
An Bord der "Cap Anamur" wird das Trinkwasser knapp. Seit zehn Tagen liegt das Schiff einer deutschen Hilfsorganisation mit 37 auf dem Mittelmeer aufgelesenen Flüchtlingen vor einem sizilianischen Hafen und darf nicht einlaufen. Die Regierung in Rom bleibt weiter stur, obwohl mehrere italienische Städte anbieten, die sudanesischen Flüchtlinge aufzunehmen.
Die Besatzung des deutschen Hilfsschiffs "Cap Anamur", dessen Heimathafen Lübeck ist, konnte jetzt im südlichen Mittelmeer 37 Flüchtlingen das Leben retten.
Die "Cap Anamur" hat Westafrika erreicht. In Freetown/Sierra Leone gingen erste Hilfsgüter, darunter auch die Schreibmaschinen aus Lübeck, von Bord des Hilfsschiffes.
Das Projekt "100 Klassenzimmer für Afghanistan" von Deutsche Welle und Cap Anamur ist am Ziel. Dank großer Beteiligung an der weltweiten Spendenaktion kamen 380.000 Euro zusammen. Vielen Dank an alle Spender!
Deutsche Welle und die Hilfsorganisation Cap Anamur sammeln Spenden zum Bau von Schulen in Afghanistan. DW-Reporterin Sandra Petersmann war bei einer Schuleröffnung im Bergdorf Lac Laconth im Norden Afghanistans dabei.
Herdecke. Tuberkulose und Minenverletzungen statt Herzinfarkt und Diabetes - Wohlstandskrankheiten nennt Aynur Sönmez letztere und weiß: "Wegen einer Hautrötung kommt in Dashte-Quale niemand ins Krankenhaus".
Die Hilfsorganisation Cap Anamur und die Deutsche Welle haben die Spendenaktion "100 Klassenzimmer für Afghanistan" ins Leben gerufen. Über die ersten Ergebnisse freuen sich viele afghanische Kinder.
40 Tage lang kauerten 151 vietnamesische Flüchtlinge auf der "Hai Hong" bis sie am nordfriesischen Strand landeten: Sie waren die ersten "Boat People". Unter ihnen Ha Tseng und der siebenjährige Le Trinh. Was ist 25 Jahre später aus ihnen geworden?
Viele humanitäre Organisationen fühlten sich bisher vor Anschlägen relativ sicher - nun müssen sie über Fortsetzung oder Abbruch ihres Engagements entscheiden.
Seit 2002 ehrt der SPD-Unterbezirk Mettmann herausragendes ehrenamtliches Engagement mit dem "Neander-Thaler". Als würdige neue Träger hat der UB-Vorstand jetzt das "Komitee Cap Anamur" und Regina Schmidt-Zadel ausgewählt.
Es ist das zweite große Warten. Hilfsorganisationen rechnen mit Tausenden von Flüchtlingen. Den Menschen im Irak, so prophezeien sie, stehen noch härtere Zeiten bevor, als in den vergangenen Embargo-Jahren.
Der Gründer der Hilfsorganisation "Cap Anamur" hat sich in Bagdad ein Bild der Lage vor Ort gemacht. Rupert Neudeck hat keine Hoffnung mehr auf eine friedliche Lösung im Irak-Konflikt. Gegenüber SWR1 sagte er, man dürfe sich keinen Illusionen hingeben, sondern müsse schleunigst Vorbereitungen für humanitäre Hilfe treffen. Das sei ihm in Bagdad klar geworden.
Der Cap Anamur-Vorsitzende Elias Bierdel war Ende Januar im Irak. In Basra und in Bagdad traf er auf Menschen, die mit der Angst vor einem neuen Krieg leben. Bierdel ist sicher: "Wieder wird es die Bevölkerung sein, die die erste Rechnung bezahlen wird." Im tagesschau.de-Interview berichtet er von seinen Eindrücken und der schwierigen Aufgabe, der sich die Helfer gegenübersehen.
Der Gründer der Hilfsorganisation Cap Anamur, Rupert
Neudeck, will sich auch in Zukunft um die Aufdeckung von
Menschenrechtsverletzungen kümmern und im nächsten Jahr zusammen mit dem CDU-Politiker Norbert Blüm und dem Schriftsteller Günter Wallraff auf Tour gehen.
70.000 Afghanen leben gegenwärtig in Deutschland. 8000 von ihnen will die Bundesregierung jetzt zur Rückkehr bewegen. Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) stellte dafür kürzlich ein Rückführerprogramm in Höhe von zwei Millionen Mark vor, mit dem nach den Worten der Ministerin Existenzen gegründet, Fachkräfte unterstützt und Exil-Afghanen weitergebildet werden sollen.
Der Journalist Elias Bierdel, zur Zeit als Cap-Anamur-Koordinator in Afghanistan, kommentiert für tagesschau.de die Initiative Deutschlands:
Ein beängstigendes, atemberaubendes Dokument: Das Telefoninterview, das unser Reporter Arnim Stauth am vergangenen Wochenende (25.11.) mit dem ARD-Wochenspiegel führte. Den Aufstand hunderter gefangengehaltener Taliban-Kämpfer in einer alten Festung nahe der nordafghanischen Stadt Masar-i-Scharif erlebte er hautnah mit.
Mehrere Hilfsorganisationen wie Cap Anamur versuchen, das Leid der Menschen im verarmten Nordkorea zu lindern. Doch anstatt dieses Engagement zu unterstützen, behindert die Regierung in Pjöngjang ein effektives Arbeiten, wo sie nur kann