Unsere Projekte

Übersicht über unsere Einsatzländer
Afghanistan

Im Juni 2009 haben wir unser Ausbildungs-Projekt begonnen: In Herat werden rund 30 junge Frauen aus ländlichen Regionen zu Hebammen ausgebildet. Alle Teilnehmerinnen haben sich verpflichtet, nach ihrer zweijährigen Ausbildung zurück in ihre unterversorgten Heimatdörfer zu kehren, um dort als Hebammen zu arbeiten. Gerade für diese abgelegenen Regionen mit ihrer außergewöhnlich hohen Mutter- und Säuglingssterblichkeit werden die Frauen einen wertvollen Beitrag leisten. Seit diesem Jahr bilden wir parallel auch Krankenschwestern aus.

Bangladesch
In diesem bitterarmen Land kommt auf 3.000 Einwohner lediglich ein Arzt. Entsprechend schlecht ist die Situation in den meisten Krankenhäusern. Besonders mangelhafte Zustände herrschen in den Kliniken der Region südlich vom Distrikt Cox's Basar, wo heute zahlreiche Flüchtlinge aus Myanmar leben. Hier unterstützen wir in erfolgreicher Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium sechs Krankenhäuser.
Kongo

Noch immer wird das Land von Militäraktionen überschattet. Gerade die Menschen der besonders betroffenen Region im Osten an der Grenze zu Ruanda brauchen dringend medizinische Unterstützung. Im Sommer 2008 haben wir die Einrichtung zweier Gesundheitsposten sowie die Betreuung des Krankenhauses in Kamituga übernommen.

Nordkorea

Wegen der Hungersnot lieferte Cap Anamur Mitte des Jahres 2011 zweimal Nahrungsmittel Nordkorea. Unser Fotograf Jürgen Escher überwachte und dokumentierte die Verteilung. In 2012 haben wir begonnen, zwei Krankenhäuser in Haeju zu unterstützen. Cap Anamur lieferte Medikamente und technische Geräte ins Land. Unsere Ärztin schult das einheimische Personal der beiden Einrichtungen und unser Techniker kümmert sich um die Verteilung der Hilfsgüter und die dringend notwenigen Reparaturen.

Sierra Leone

Zum Projektstart im Juli 2009 war die 200 Betten große Kinderklinik in Freetown in katastrophalem Zustand. Die medizinische Behandlung war bis zu unserem Eintreffen kostenpflichtig und damit waren viele Kinder von ärmeren Familien ausgeschlossen. Schnell haben wir Arzneimittel und eine medizinische Grundausstattung beschafft, die Techniker haben mit den Sanierungsarbeiten begonnen. Unsere Ärzte und Pfleger unterstützen das lokale Personal und weisen sie in effektive Behandlungsmethoden ein. Mittlerweile haben wir ein zweites Projekt in der Hauptstadt gestartet: Ein Heim für Straßenkinder.

Somalia

Die schlimmste Dürre seit 60 Jahren hat hunderttausende Somalier in die Flucht getrieben. Den Menschen in Mogadischu zu helfen, ist aufgrund der Sicherheitslage besonders schwierig. Dennoch unterstützt unser Team aus Medizinern und Logistikern seit August 2011 das vollkommen überlaufene Benadir-Hospital.

Sudan

Seit Mitte 2010 wird in den Nuba-Bergen, einer Region zwischen dem Sudan und dem nun unabhängigen Südsudan, gekämpft. Nahezu alle Menschen mussten ihr Zuhause verlassen, „normales“ Leben sucht man hier vergebens. Diejenigen, die bleiben, verstecken sich in den dunklen Berghöhlen. Viele sind durch die Gräueltaten des Krieges schwer traumatisiert. In dem Cap-Anamur-Krankenhaus in Lwere setzen unsere Mediziner alles daran, so vielen Menschen wie möglich zu helfen.

Syrien

Nachdem Cap-Anamur-Geschäftsführer Bernd Göken Anfang Februar von seiner Evaluierungsreise nach Syrien zurück gekehrt, organisiert der Verein die personelle Unterstützung verschiedener medizinischer Einrichtungen, einige davon in Aleppo, sowie einen Hilfsgütertransport mit Medikamenten. Cap Anamur bittet um Spenden für die Hilfe der syrischen Bevölkerung.

Uganda
Die medizinische Versorgung des Landes weist große Lücken auf. Als Folge ist das von uns betreute Krankenhaus in Ococia laufend überfüllt. Allein stationär werden hier zurzeit täglich rund 100 Patienten behandelt. Doch die Kapazitäten reichen nicht aus. Daher hat Cap Anamur mit dem Bau eines Erweiterungstrakts begonnen. Leider erschweren die schlechten Arbeitsbedingungen die Fertigstellung, doch das Team kompensiert vieles mit seinem Improvisationstalent. Wenn die als Zwischenlösung aufgestellten Versorgungszelte abgebaut und die Türen des neuen Gebäudes geöffnet werden können, haben wir Platz für 40 weitere Patienten.