Kongo

in Kongo

Gerade die Menschen der besonders von Militäraktionen betroffenen Region im Osten an der Grenze zu Ruanda brauchten dringend medizinische Unterstützung. Im Sommer 2008 haben wir die Einrichtung zweier Gesundheitsposten sowie die Betreuung des Krankenhauses in Kamituga übernommen. Die Sanierungs- und Umbauarbeiten wurden abgeschlossen. Der Andrang war sehr groß und deswegen planten wir den Bau einer Poliklinik zur Versorgung ambulanter Patienten sowie die Einrichtung eines weiteren Operationsraums. Gemeinsam mit der einheimischen Psychologin erarbeiteten die Ärzte ein medizinisch-psychologisches Versorgungsprogramm für die zahlreichen Vergewaltigungsoper. Cap Anamur war von 1996 bis 1999 bereits schon einmal im Kongo tätig.

Projektberichte
26.03.2014
Office Cap Anamur

„Es war eine erfahrungsreiche und intensive Zeit" berichtet Hebamme Sabine Ndukwu. "Es galt viele Hürden zu nehmen und immer wieder bin ich an der Bürokratie gescheitert. Doch oft war ich auch berührt und erstaunt über die vielen Möglichkeiten, die ohne große Aufwand schnell und einfach geregelt werden konnten. Ich bin vielen Menschen begegnet, habe Schicksale miterlebt, die mich noch immer tief bewegen. Ich möchte allen Freunden, Kollegen, den Menschen in Kamituga und vor allem den Spenden in Deutschland für die Unterstützung und für das Vertrauen danken.“

01.06.2012
Office Cap Anamur

Die Geschichte von Baby Neema hat die Hebamme Sabine Ndukwu sehr berührt: Das kleine Mädchen wurde kurz nach ihrer Geburt an einem Fluss ausgesetzt. „Wahrscheinlich litt die Mutter unter einer schweren Wochenbett-Psychose und war deswegen nicht in der Lage, sich um das Neugeborene zu kümmern“, vermutet Sabine Ndukwu. „Hinter so einer Tat steckt immer ein Akt der Verzweiflung.“

03.06.2010
Dr. Werner Höfner
Die politische und militärische Lage im Ostkongo ist derzeit relativ stabil.