"Cap Anamur": Italienisches Militär verweigert Einfahrt in Hafen
Die 37 Männer waren auf offener See zwischen der libyschen Küste und der italienischen Insel Lampedusa in einem defekten Schlauchboot treibend aufgefunden worden. Sie hatten kein Trinkwasser an Bord und befanden sich in höchster Lebensgefahr. Nach ihren Angaben stammen die Flüchtlinge überwiegend aus dem Sudan.
"Wir versuchen für diese Menschen gemeinsam mit italienischen Flüchtlingshilfeorganisationen, aber auch mit den zuständigen amtlichen Stellen eine Lösung zu finden", sagte Cap-Anamur-Chef Elias Bierdel, der sich ebenfalls an Bord befindet. "Es geht auch darum, ein Verfahren zu entwickeln, wie mit schiffbrüchigen Flüchtlingen im Mittelmeer künftig umgegangen werden soll. Wir appellieren an die italienische Regierung sich ihrer Verantwortung zu stellen."
Sowohl das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, UNHCR, als auch die Bundesregierung ist eingeschaltet. Im Mittelmeer haben nach offiziellen Zahlen der Küstenwachten in den vergangenen Jahren mindestens 5000 Menschen ihren Versuch der heimlichen Einreise nach Europa mit dem Leben bezahlt.
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