Cap Anamur: "Eine andere Welt ist möglich"
Auf den G-8-Gipfeln treffen sich jährlich die acht führenden Industrienationen, um die Geschicke für die ganze Welt zu bestimmen, mit Auswirkungen für alle Menschen rund um den Globus.
Die G8 sind von niemanden legitimiert, die Treffen finden hinter verschlossenen Türen statt, elitär und undemokratisch. Die G8 generieren sich als das "Imperial Global Governance", sie dominieren unter anderem IWF, Weltbank und die WTO. Gleichzeitig verfügen sie über die größten und bestausgerüsteten Streitkräfte. Eine fatale Kombination, wie z. B. auch der Krieg im Irak zeigt. Es geht Ihnen um Rohstoffe, strategische Vorherrschaft und eigene Machtinteressen, die Belange der Menschen sind Ihnen dabei nicht wichtig.
Die G8 stehen für einen neoliberalen Kurs, der die Welt in Gewinner und Verlierer teilt. Die Schere zwischen reichen und armen Ländern klafft immer weiter auseinander, wie auch innerhalb der Länder. Menschen dürfen nicht der erbarmungslosen Verwertungslogik der Kapitalinteressen unterworfen werden.
Die G8 sind hauptverantwortlich für den Klimawandel, fast 45% der weltweiten CO2-Emission wird von Ihnen ausgestoßen. Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Dürren und der Anstieg von Infektionskrankheiten sind einige der daraus resultierenden Ergebnisse, sie treffen, wie oft, am Schwersten die Ärmsten.
Kriege sind auch eine Folge der Waffenexporte, 90% der gelieferten Waffen kommen aus diesen acht Staaten. Gewinner sind die große Rüstungsunternehmen.
Die G8 stehen für Patentrechte auf Medikamenten. Während Tausende, ohne Zugang zu bezahlbaren Medikamenten an Aids oder Tuberkulose sterben, erwirtschaftete die Pharmaindustrie in den Industrienationen Milliardengewinne. Patent auf Saatgut und die Förderung der Gentechnik führen zu Hunger und Vernichtung natürlicher Lebensräume.
Kriege um Rohstoffe, ökonomische Zerstörung im Zuge von WTO, IWF und Weltbankprogrammen haben fatale Auswirkungen. Die Folgen der Zerschlagung sozialer Strukturen, ökologische Verwüstungen und zerfallene oder korrupte Staaten sind Flucht und Migration hunderttausender Menschen. Armut, Hunger und fehlende Gesundheitsversorgung kosten täglich Tausenden das Leben. Und Europa macht die Grenzen dicht.
Die Ergebnisse des Gipfels in Heiligendamm sind mehr als mager:
- Die Gipfelteilnehmer vereinbarten, "ernsthaft in Betracht zu ziehen", die weltweiten CO2-Emissionen bis 2050 um 50% zu senken.
- Es gibt keine Einigung über einen freiwilligen Verhaltenskodex für Hedge-Fonds, einer hochspekulativen Anlageform, die in der Regel ohne Kontrolle der Finanzmarktaufsicht agieren. Ziel von Hedge-Fonds ist eine möglichst hohe Rendite zu erwirtschaften, für die sämtliche Bedenken über volkswirtschaftliche und gesellschaftliche Auswirkungen über Bord geworfen werden.
- 60 Milliarden für Afrika zur Bekämpfung von Krankheiten wie AIDS, Malaria und TB, das hört sich gut an, ist aber nur ein Bluff:
Es gibt keinen konkreten Zeitplan, das Geld soll über die "nächsten Jahre" verteilt werden. Darin enthalten sind Mittel, die bereits zugesagt waren, aber bis heute nicht angekommen sind, also keine "Extra 60 Milliarden". Die Kontrolle der Mittel ist nicht geklärt, so versackt auch diese Geld oft in undurchsichtige Kanäle.
Es gibt in keinem wichtigen Punkt bindende Beschlüsse, es gibt nur vage formulierte Absichtserklärungen.
Mit Ihrer Unterstützung treten wir weiter an, die Welt zu verbessern, in kleinen Schritten und oft nur punktuell. Aber jeder noch so kleine Einsatz kann Menschen das Leben retten und helfen die Welt umzugestalten! Denn "Eine andere Welt ist möglich"!
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