Bangladesch: Cap Anamur startet Hilfsprojekt in der Überschwemmungsregion

Artikelinfo
Datum: 
08.08.2007
Autor: 
Office Cap Anamur

Nach den heftigen Monsunregenfällen ist eine schnelle Hilfe notwendig, daher startet ein Team von Cap Anamur in der Krisenregion. Einsatzgebiet ist Bangladesch, wo, wie im Nachbarland Indien, weite Teile unter Wasser stehen. Die UN spricht von den schlimmsten Überschwemmungen seit Menschengedenken.

Über Tausend Menschen sind seit Beginn des Monsuns Mitte Juni bereits ums Leben gekommen. Gewöhnlich dauern die Regenfälle bis in den September. Allein in der letzten Woche starben in Bangladesch nach offiziellen Angaben über 120 Menschen, doch eine hohe Dunkelziffer wird vermutet. Rund 40% des Landes sind überflutet, 7,5 Millionen in der Region sind von der Katastrophe betroffen.

Es fehlt an sauberem Trinkwasser, Sanitäranlagen, Medikamenten und Nahrungsmitteln. Cap Anamur wird mit Lebensmittelhilfe und medizinischer Notversorgung sowie Aufbauarbeiten beginnen., um so dem Ausbruch von Epidemien wie Durchfallerkrankungen und Malaria entgegen zu wirken.

Die immer heftigeren Monsunregen und die darauffolgenden Fluten sind nach Ansicht von Wissenschaftlern auf die weltweite Erwärmung zurückzuführen. Bangladesch ist besonders betroffen. In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu verheerenden Überschwemmungen, 2004 wurde über ein Drittel des Landes überflutet. In dem dichtbesiedelten Land leben rund 140 Millionen Menschen. Durch die Klimaerwärmung und dem vorausgesagten Anstieg des Meeresspiegels wird immer mehr Festland an das Meer verloren. Bei einem Anstieg von 50 cm würde rund 10% des Landes dauerhaft überflutet und über fünf Millionen Menschen ihr Zuhause verlieren. Hier ist dringend Hilfe auch im langfristigen Bereich notwendig.