Dramatische Hungersnot am Horn von Afrika

Artikelinfo
Datum: 
18.07.2011
Autor: 
Office Cap Anamur

Rund zehn Millionen Menschen leiden unter der Dürre in Ostafrika. Tag für Tag kommen etwa 3.000 ausgehungerte Flüchtlinge aus Somalia in den Hilfszentren in Äthiopien und Kenia an. Die Todesrate in den Camps ist alarmierend hoch, sowohl medizinische Hilfe als auch Nahrungsmittel werden dringend benötigt. Das Uno-Flüchtlingshilfswerk UNHCR bezeichnet die Lage in Somalia als die dringlichste humanitäre Tragödie der Welt. Die Dürrekatastrophe gilt als die schlimmste der vergangenen 60 Jahre.

Cap Anamur plant einen Nothilfeeinsatz: Vergangene Woche ist unser Voraus-Team in Kenia angekommen, im Flüchtlingslager bei Dadaab, dem derzeit größten der Welt. Täglich kommen dort etwa 1.300 Somalier an. Ursprünglich wurde das Zentrum für 90.000 Menschen eingerichtet, inzwischen sind es mehr als 450.000. Unsere Mitarbeiter berichten aus Dadaab, dass die Situation noch recht unübersichtlich ist. Vor allem für Neuankömmlinge scheint die Gesundheitsversorgung unzureichend zu sein.

Unser wichtigstes Anliegen ist es, den Menschen in Somalia selbst zu helfen. Sobald sich die Sicherheitslage stabilisiert hat oder ein humanitärer Korridor eingerichtet wird, werden unsere Mitarbeiter ins Land reisen. Denn die Situation derer, die zurückbleiben mussten, wird voraussichtlich noch elender sein als in den Flüchtlingscamps in den Nachbarländern.

Cap Anamur bittet um Unterstützung für die Menschen in Somalia.

Spendenkonto

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Verwendungszweck: „Somalia“