Edith Fischnaller prüft Lage im tunesischen Flüchtlingslager
Am vergangenen Sonntag hat sich Cap-Anamur-Vorstandsvorsitzende Dr. Edith Fischnaller ein Bild von der Situation im Flüchtlingslager in Ras Ajdir an der tunesischen Grenze gemacht. Die Lage dort scheint sich langsam zu entspannen: Mittlerweile verlassen mehr Menschen das Lager als neue hinzukommen. Außerdem läuft die Hilfe der vereinten Nationen und vor allem lokaler sowie auch internationaler Hilfsorganisationen auf Hochtouren. Es gibt mittlerweile ausreichend Zelte, Nahrungsmittel, Trinkwasser und Decken. Dem Mangel an Wasserstellen sowie Latrinen wird in den kommenden Tagen abgeholfen. Bereits am Sonntag wurden rund 20 weitere Latrinen aufgestellt. Die Müllbeseitigung ist laut WHO/UNCHR bereits in die Wege geleitet.
„Besonders beeindruckend war das Engagement der Tunesier. Tag für Tag kommen Hunderte von ihnen mit Decken und Lebensmittel, um die Neuankömmlinge zu versorgen. Es herrscht Aufbruchsstimmung, Autokorso und Pfeifen erinnern an die Zeit während der WM. Die Tunesier zeigen deutlich, dass sie hinter den Flüchtlingen stehen“, schildert Dr. Edith Fischnaller die Situation.
Sollte es eine weitere große Flüchtlingswelle geben, ist Cap Anamur für einen Hilfseinsatz im Grenzgebiet vorbereitet und steht in Kontakt mit der WHO und tunesischen Koordinierungsstellen. Unsere Notfallausrüstung sowie ausreichend Zelte stehen bereit. Zudem prüfen wir, ob ein Hilfseinsatz im Landesinneren Libyen möglich ist.
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