Rundbrief Juni 2011
Liebe Leserin, lieber Leser,
die langjährigen und umfangreichen Projekte im Südsudan, im Ostkongo sowie in Sierra Leone stellen uns weiterhin vor große Aufgaben. Kriege haben hier nicht nur entsetzliche Menschenopfer gefordert, sondern langfristig das soziale Gefüge zerstört. Darunter haben ganz besonders die Frauen zu leiden. Zwar forderte die UN-Weltmenschenrechtskonferenz 1993 in ihrer Wiener Erklärung die Beseitigung
jeder Gewalt gegen Frauen – die Vergewaltigung im Zusammenhang mit kriegerischen Aktionen wurde jedoch erst 2001 als Kriegsverbrechen verurteilt. Weltweit zwängen patriarchale Strukturen Frauen in enge Korsette aus Vorschriften und Verboten. Besonders eingeschränkt leben sie in Afghanistan. Hier entscheidet der Ehemann, ob eine Frau medizinisch versorgt wird. Das kollabierte Gesundheitssystem hat sich nach dem Krieg längst nicht erholt. Gerade auf dem Land ist die medizinische Versorgung sehr lückenhaft. So ist Afghanistan bei der Müttersterblichkeit der traurige Spitzenreiter. Mit Ihrer Hilfe bildet Cap Anamur deswegen afghanische Frauen zu Hebammen und Krankenschwestern aus. Dafür und für die Unterstützung unserer anderen Projekte danken wir Ihnen herzlich!
Ihr Werner Strahl
(Schatzmeister und Vorstandsmitglied)
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