Einsatz in Mogadischu

Artikelinfo
Datum: 
02.09.2011
Autor: 
Office Cap Anamur

Die Sicherheitslage in Somalias Hauptstadt Mogadischu ist auch nach dem Rückzug der al-Shabaab-Milizen angespannt. Unser Team von fünf Helfern unterstützt dort das Banadir-Krankenhaus, das seit dem Beginn der Hungernot vollkommen überlaufen ist. Seit dem vergangenen Wochenende wohnen unsere Mitarbeiter auf dem Krankenhausgelände, was die Situation etwas vereinfacht. Die Stationen werden an den Eingängen bewacht, Bewaffnete haben keinen Zutritt. Zumindest auf dem Krankenhausgelände kann man sich frei bewegen.

Logistiker Volker Rath und Techniker Andreas Herr kümmern sich um die Beschaffung der Medikamente und die medizinischen Geräte. Sie organisierten außerdem den Aufbau einer Intensiv- und Überwachungsstation für Kinder. Dank ihrer Unterstützung können sich die anderen drei Mitarbeiter voll und ganz auf die Patienten konzentrieren.

Das medizinische Team aus Ärztin Jaqueline Hupfer und den beiden Krankenpflegern Yasmin Hiller und Philippe Valentin arbeiten auf allen vier Bereichen der Kinderstation, jeder von ihnen ist mit bis zu 80 Patieten mehr als ausgelastet. Die meisten Kinder sind gefährlich unterernährt; Durchfall- oder Malariaerkrankungen werden dadurch schnell lebensbedrohend. Seit der Einrichtung der Intensivstation können die schwerstkranken Kinder zumindest permanent überwacht und mit Sauerstoff versorgt werden. Doch der Mangel an lokalem Personal stellt unsere Mitarbeiter vor eine große Herausforderung. Täglich kommen etliche neue Patienten dazu, viele von ihnen weisen mehrere Krankheitsbilder. Die Sterblichkeitsrate ist trotz aller Mühe hoch. In Kürze wird uns der Troisdorfer Arzt Markus Hohlweck unterstützen.

Cap Anamur bittet um weitere Spenden für das Krankenhaus in Mogadischu.

Zur Verstärkung unseres Team suchen wir erfahrene Kinderärzte. Den Bewerberfragebogen finden Sie auf unserer Webseite unter Helfen - Mitarbeiten: http://cap-anamur.org/service/mitarbeit