SOMALIA | Hilfe auf vier Rädern

Artikelinfo
Datum: 
25.04.2017
Autor: 
Office Cap Anamur

Noch immer bleibt der erhoffte Regen aus. Eigentlich hätte in Somalia längst die Regenzeit einsetzen müssen, doch bisher sind nur ein paar wenige Tropfen gefallen. Seit drei Jahren warten die Menschen auf den lebensspendenden Regen. Sterbende Viehherden, Hunger und Durst leidende Menschen und vermehrte Krankheitsfälle. Seit Beginn des Jahres engagiert sich Cap Anamur in Somaliland, einer Region im Norden Somalias. Dort versorgen wir Menschen in vorwiegend ländlichen Gebieten mit Wasser und Nahrungsmitteln. Insgesamt 13.000 Menschen werden von uns wöchentlich mit Wasser versorgt, über 400 Familien bekamen bereits Lebensmittel für etwa einen Monat geliefert.

„Wenn man eine lange Zeit ohne sauberes Wasser und ohne ausreichend Nahrung auskommen muss, dann wirkt sich das auf die Gesundheit aus“, so Ole Hengelbrock, Cap-Anamur-Mitarbeiter vor Ort. „Es gibt viele Menschen die unter Durchfällen, Blutarmut, Unterernährung und auch Masern leiden. Frauen haben Komplikationen oder verlieren mitunter ihre Schwangerschaft. Das Immunsystem der Menschen ist nach dieser langen Dürre sehr schwach, sie sind völlig erschöpft und am Ende ihrer Kräfte.“

Medizinische Versorgung

Zusätzlich zu der Versorgung der ländlichen Bevölkerung mit Wasser und Nahrung, unterstützen wir seit kurzem auch zwei mobile Kliniken. Dabei handelt es sich um eine lokale Initiative, die von somalischen Medizinern ins Leben gerufen wurde. Da ein Großteil der Bevölkerung keinen Zugang zu medizinischer Grundversorgung hat, sucht das somalische Team die arme Landbevölkerung auf, um diese basismedizinisch zu versorgen und die besonders kritischen Fälle in das nächste, oft über 100 Kilometer entfernte Krankenhaus zu bringen. Bisher fuhr die mobile Krankenstation nur etwa alle drei Wochen aus. Cap Anamur unterstützt das Projekt durch die Finanzierung der Medikamente und des Kraftstoffs der zwei Geländewagen, so dass die Teams nun jeden Freitag rausfahren können. Pro Woche werden so etwa 300 Menschen behandelt.

Um noch mehr Menschen helfen zu können, haben wir unser Team erweitert: Seit dem vergangenen Wochenende unterstützen eine Krankenschwester und eine Hebamme das Team vor Ort. Mit ihrer Hilfe werden wir in den kommenden Wochen ein geschlossenes Krankenhaus wieder in Betrieb nehmen.

Bitte unterstützen Sie die Menschen in Somalia mit einer Spende!