SOMALIA | Nothilfe für Dürreopfer

Artikelinfo
Datum: 
24.02.2017
Autor: 
Office Cap Anamur

Seit Beginn des Jahres engagiert sich Cap Anamur in Somaliland, einer Region im Nordosten Somalias. Die Menschen hier leiden unter einer verheerenden Dürre. Drei Jahre lang ist kein Tropfen Regen gefallen. Wo einst grünes Weideland Nahrungsgrundlage für Ziegen- und Kamelherden war und Landwirtschaft betrieben wurde, sind heute nur noch graues Gestrüpp und Sandwüsten. Die Auswirkungen des Klimawandels wurden noch verstärkt durch die Wirkung von El Niño.

Besonders betroffen ist die ländliche Bevölkerung. Mehr als die Hälfte sind Vieh-Nomaden und haben bereits einen Großteil ihrer Tiere – und damit ihrer Existenzgrundlage – verloren. In der Hoffnung, auf Wasser zu stoßen, sind viele der Männer mit ihren überlebenden Tieren in Richtung Westen gezogen. Andere flohen in die Dörfer und Städte, um dort Unterstützung zu finden.

Unser Team leistet Nothilfe in den ländlichen Regionen und versorgt die Menschen, die zurück geblieben sind, vor allem Frauen, Kinder und Ältere, mit Wasser. Mit unseren Lastwagen erreichen wir wöchentlich rund 1.225 Familien und verteilen 136.000 Liter Trinkwasser. „Eine Verbesserung der Situation wird frühestens im April oder Mai mit dem Einsetzten der Regenzeit erwartet“, berichtet Cap-Anamur-Logistiker Ole Hengelbrock. „Bis dahin sind diese Menschen dringend auf Nothilfe angewiesen. Was es bedeuten würde, wenn auch diese Regenzeit ausbliebe, kann man sich kaum vorstellen.“

Um die Wassernot langfristig einzudämmen, planen wir neben der Notversorgung den Bau von Brunnen, was in dieser Region eine große Herausforderung ist. Tief im Untergrund mancher ausgetrockneter Flussläufe lässt sich noch Wasser finden, doch die meisten Brunnen sind längst versiegt. Parallel erkundet unser Team, ob sich unter diesen erschwerten Bedingungen in ländlichen Gebieten Gesundheitsposten oder -center einrichten und betreiben lassen, um so die abgelegen lebende Bevölkerung auch medizinisch zu versorgen. Denn aufgrund der fehlenden Trinkwasserquellen verschlechtert sich die medizinische Situation dramatisch.

„Cap Anamur möchte diesen Menschen akut und langfristig helfen“, sagt der Vorsitzende Dr. Werner Strahl, der im November selbst im Nordosten Somalias war. „Bitte setzen Sie uns dazu in die Lage und unterstützen uns mit Ihrer Spende!“

>>> Hier können Sie schnell und sicher online für unsere Nothilfe in Somalia spenden: http://cap-anamur.org/service/jede-spende-hilft