Sudan

in Sudan

Seit fast 20 Jahren versorgen wir die Menschen in den Nuba-Bergen medizinisch. Im Krankenhaus von Lwere, einem Dorf inmitten der Nuba-Berge, behandeln wir monatlich über 6.000 Patienten, die mit Malariainfektionen, Verbrennungen oder auch Verletzungen durch Bombensplitter zu uns kommen.

Um auch Bewohner entlegener Dörfer zu erreichen, haben wir im Radius von über 100 Kilometern um Lwere ein Versorgungsnetz aus mittlerweile sechs medizinischen Einrichtungen eingerichtet. In diesen sogenannten Health Centern behandeln wir bis zu 14.000 Patienten monatlich.

Projektberichte
01.01.2017
Office Cap Anamur

 

 

"Es ist schön mitzuerleben, wie sich das Projekt entwickelt. Ein großer Erfolg ist unsere Impfkampagne. Seitdem 2011 der Krieg nach neun Jahren Waffenstillstand erneut ausgebrochen ist, wurde kein Kind mehr geimpft. Bei dem folgenden Masernausbruch starben viele Kinder an der Infektion. Wir haben es innerhalb kürzester Zeit geschafft, Impfstoff zu organisieren, ihn sicher in die Berge zu bringen und insgesamt knapp 80.000 Kinder unter fünf Jahren in den gesamten Nuba-Bergen zu impfen."

SUDAN | "The people here rely on us - today more than ever”: It is good to see how the project develops. Our vaccination program, for example, is a great success story. Since the war broke out again in 2011 after 9 years of ceasefire, no children received vaccination. Within the following measles outbreak a lot of children died. We achieved in a very short time period to organize vaccination serum, to transport it safely to the mountains and vaccinate about 80,000 children in the Nuba-mountains. Meanwhile we vaccinate in three of our hospitals all year round.

10.08.2016
Office Cap Anamur

 

 

Mit dem Beginn der Regenzeit erschwert sich die Verteilung der Hilfsgüter enorm: „Es regnet mittlerweile schon ordentlich. Die Straßen sind furchtbar und kaum noch zu passieren“, berichtet Cap-Anamur-Krankenpfleger Johannes Plate. „Auf dem Weg zu den beiden Health Posts in Ard Kanan und Koalib haben wir fünfmal festgesteckt. Der Wagen hatte einen Kurzschluss im Motorenraum und wir mussten mehrere Zentner Erde bewegen, weil sich das Auto mehrfach festgefahren hatte.“

20.07.2016
Juliane Grothe

 

 

Unsere Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten sind limitiert, und so sterben leider viele Patienten, darunter auch Kinder, die in Deutschland jede Chance auf eine allumfassende Versorgung und Genesung hätten. Das zu akzeptieren fällt mir nicht immer leicht. Aber mit der Gewissheit, bei jedem einzelnen alle hiesigen Möglichkeiten ausgeschöpft zu haben, wird es ein wenig erträglicher.

SUDAN | My mission in the Nuba Mountains: As I arrived in the Nuba Mountains in the South of Sudan, I was welcomed wholeheartedly and accepted instantly as a full member of the hospital team. I was taken by the warmth of the Nuba. This made it personally for me considerably easier to enter this totally different and unknown world. From a professional point of view as a nurse I felt strange to be confronted with much more responsibility and extensive activities and the need to act accordingly.