Raphael Veicht von der Hilfsorganisation "Cap Anamur" kümmert sich um das vom Grenzkonflikt im Sudan betroffenen Nuba-Volk. Die Menschen seien durch ständige Bombenangriffe eingeschüchtert, so Veicht. Der einzige Schutz seien Steinhöhlen im gebirgigen Gelände. Hilfe durch die UN gebe es keine. Diese sei eher um den Waffenstillstand zwischen Süd- und Nordsudan bemüht. Hier gehts zum Radio-Interview: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1755433/
Jeder kennt George Clooney. Aber wer kennt Raphael Veicht? Über den Star aus Hollywood ist immer viel zu lesen –was man von dem jungen Mann aus Passau nicht behaupten kann. Dabei haben die beiden etwas gemein: Sie setzen sich für das Überleben der Nuba ein. Das ist ein geknechtetes Volk in den Bergen Sudans, das fürchten muss, vom Regime seines eigenen Staates ausgelöscht zu werden. -> Artikel als PDF
Andere putzen ihr Auto, wenn sie Gäste zu transportieren haben, Raphael Veicht hat seinen Landcruiser fein säuberlich von oben bis unten mit Dreck beschmiert. "Ihr werdet schon noch sehen, warum", sagt der beleibte Krankenpfleger mit bayerischem Akzent.
In den Nuba-Bergen tobt seit neun Monaten der Bürgerkrieg zwischen den Rebellen und den sudanesischen Regierungstruppen. Nun droht eine weitere Eskalation: Truppen aus dem Südsudan eilen den Nuba zu Hilfe im Kampf gegen das Regime in Khartum. (Artikel als pdf Teil 1 und Teil 2)
Von der Welt unbeachtet toben in den Nuba-Bergen im Sudan Kämpfe zwischen Rebellen und Regierung. Frauen und Kinder sterben, Tausende sind vertrieben. (Artikel als pdf)
Die Nuba: Leni Riefenstahls Bilder machten sie einst bekannt. Heute sucht das Volk aus Sudan Schutz in Höhlen und Felsspalten - vor den Bomben des Regimes in Khartum. Ein Frontbericht. (Artikel als pdf)
In den Nuba-Bergen im Sudan tobt ein von der Welt unbemerkter Krieg. Regierungstruppen und Rebellen liefern sich Gefechte. Frauen und Kinder sterben. (Artikel als pdf)
In den Nuba-Bergen im Sudan tobt ein von der Welt unbemerkter Krieg. Regierungstruppen und Rebellen liefern sich Gefechte. Frauen und Kinder sterben. -> Hier geht's zum Online-Artikel
KAMPALA - Wer überleben will, gräbt sich ein Loch. Im Flussbereich oder unter einem großen Stein. Man sollte ganz hineinschlüpfen können, damit einen die Bombensplitter nicht treffen. Ganz schlecht ist es, sich unter einen Baum zu flüchten. Denn den zerfetzt es beim Einschlag, und die Holzstücke schießen wie Pfeile durch die Gegend. Im Sudan haben die Menschen solche Überlebenstechniken in Jahrzehnten des Bürgerkriegs gelernt.
Bernd Göken im Gespräch mit Matthias Hanselmann: Das Volk der Nuba in der Grenzregion von Nord- und Südsudan kämpft ums Überleben. Sie werden bombadiert, gejagt, getötet. Denn ihre Region liegt in der Nähe von Erdölfeldern, die der Nordsudan kontrollieren will. Um das Volk der Nuba im Grenzgebiet zwischen muslimischem Norden und christlichen Süden zu retten, hilft nur massiver internationaler politischer Druck, sagt Bernd Göken von Cap Anamur.
Seit Mitte 2010 wird in den Nuba-Bergen, einer Region zwischen dem Sudan und dem nun unabhängigen Südsudan, gekämpft. Nahezu alle Menschen mussten ihr Zuhause verlassen, „normales“ Leben sucht man hier vergebens. Diejenigen, die bleiben, verstecken sich in den dunklen Berghöhlen. Viele sind durch die Gräueltaten des Krieges schwer traumatisiert. In dem Cap-Anamur-Krankenhaus in Lwere setzen unsere Mediziner alles daran, so vielen Menschen wie möglich zu helfen.