Bangladesch: Corona trifft eines der ärmsten Länder am schlimmsten

Bangladesch ist das Projektland, mit den höchsten Corona-Zahlen, in dem wir aktuell tätig sind – Grund dafür ist die hohe Bevölkerungsdichte, die vorherrschende Armut und die mangelhafte Gesundheitsversorgung, besonders der Ultra Poors.

Mit 161 Millionen Menschen ist Bangladesch eines der am dichtesten besiedelten Ländern der Welt. Noch dazu leben etwa 40 Prozent der Menschen unterhalb der nationalen Armutsgrenze. Dies macht Bangladesch zu einem der ärmsten Länder der Welt. Die Gesundheitsversorgung ist mangelhaft und die Mütter- und Kindersterblichkeit ist hoch. Aufgrund der hohen Anzahl an sehr armen Menschen in der Bevölkerung und einer kostenpflichtigen medizinischen Versorgung – werden diese Ultra Poors von der Gesundheitsversorgung ausgeschlossen.

Unser Hauptziel – kostenlose Gesundheitsversorgung

Die Arbeit von Cap Anamur / Deutsche Not-Ärzte e.V. begann in Bangladesch bereits 2007. Damals leisteten wir Nothilfe für die Opfer des Zyklons Sidr.

Seitdem sind wir durchgehend vor Ort und unser Hauptziel ist die Gesundheitsversorgung der ärmsten Menschen des Landes, besonders der Frauen und Kinder, die meist keinen Zugang zum Gesundheitssystem haben.

Daher haben wir mit derzeit vier staatlich und drei nichtstaatlich geführten Gesundheitseinrichtungen im ganzen Land Kooperationsverträge geschlossen. Sie legen fest, dass die Einrichtungen mittellose Patienten kostenlos behandeln und das Gesundheitswesen somit für die ärmsten Menschen des Landes geöffnet wird. Im Gegenzug versorgen wir die Einrichtungen mit allen notwendigen Medikamenten, Versorgungsmaterialien, medizinischen Instrumenten und technischen Geräten.

Vor allem für landesweit stark benachteiligte Frauen bildet dieses Angebot eine seltene Chance auf adäquate medizinische Versorgung, auf die sie vorrangig in der Schwangerschaft angewiesen sind.

Unsere Arbeit ist wichtiger als je zuvor.

Bangladesch ist das Projektland, mit den höchsten Corona-Zahlen, in dem wir aktuell tätig sind. Die hohe Bevölkerungsdichte, die vorherrschende Armut und die mangelhafte Gesundheitsversorgung, tragen zu den weiterhin sehr hohen Infektionszahlen bei.

Zwar hat Bangladesch durch einen frühen Lockdown auf die Corona-Pandemie schnell reagiert, jedoch konnte dadurch die hohe Zahl an Tagelöhner nicht mehr ihrer Beschäftigung nachgehen und sich und ihre Familien nicht mehr versorgen. Dadurch hat sich sowohl die Lebenssituation der Ultra Poors als auch ihre medizinische Versorgung noch mal verschlechtert.

Wir waren trotz der Umstände, rund um die Corona-Pandemie, durchgehen mit unseren kooperierenden Krankenhäusern für die ärmsten Menschen in Bangladesch da. Und aktuell ist die Bereitstellung einer kostenfreien medizinischen Versorgung wichtiger als je zuvor.

 

Bis heute haben wir zudem etwa 70.000 Schutzmasken an die Bevölkerung verteilt. Diese Maßnahme ist sehr wichtig, denn Masken sind in Bangladesch immer noch Mangelware und leisten können sich die Ärmsten selbst diese nicht.

Mit unseren Projektkoordinatoren vor Ort sind wir außerdem über die aktuellen Entwicklungen immer informiert und können so unsere Maßnahmen der Situation anpassen.

>> Sie können mit Ihrer Spende unsere Arbeit in Bangladesch unterstützen – helfen Sie uns helfen!

 

In unserem Video zeigen wir Ihnen ausführlich, wie wir in Bangladesch arbeiten: