Benefizkonzert in Berlin ein voller Erfolg

BERLIN. Andächtige Stille herrschte in der Kaiser-Wilhelm Gedächtniskirche, als die vier Musiker des Quatuor pour la fin du temps (Quartett zum Ende der Zeit) nach dem achten Stück ihre Instrument niederlegten. Die etwa 150 Gäste in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche waren so ergriffen von den Stücken, die Olivier Messiaen 1941 als Kriegsgefangener bei Görlitz beendete, dass einige Sekunden vergingen, bevor das Publikum begeistert applaudierte. Am Mittwochabend fand das Benefizkonzert „Vom Krieg zum Frieden – LebenHelfen“ in der Kirche am Breitscheidplatz in Berlin zugunsten von Cap Anamur statt. Dabei kam eine Spendensumme von etwa 1.500 Euro zusammen.

Den Auftakt des Konzertes machte der Diplomatic Choir of Berlin unter der Leitung von Barbara Leifer. Die Aufführung des „Kriegsliedes“ von Graham Waterhouse nach Matthias Claudius war eine Welturaufführung und stimmte das Publikum auf den Abend ein. Im Anschluss las Widad Nabi ihr Gedicht „Die Soldaten sind schlafloses Freiwild“ in arabischer Sprache. Auch wenn darauf die Schauspielerin Lena Sabine Berg die Übersetzung des Gedichtes vorlas, zeigten sich die Besucher des Benefizkonzertes bereits von den leidenschaftlich vorgetragenen Worten von Widad Nabi bewegt und gerührt. Über die humanitäre Arbeit von Cap Anamur berichtete der Vorstandsvorsitzende Dr. Werner Strahl in einem kurzen Vortrag, bei dem er vor allem auf die vielen Menschen hinwies, die aktuell weltweit auf der Flucht sind. Cap Anamur engagiert sich in mehreren Ländern für Flüchtlingem, unter anderem in Uganda, Bangladesch und im Libanon. Das Quatuor pour la fin du temps (Quartett zum Ende der Zeit) bildete den krönenden Abschluss des Abends. Im Anschluss an das Benefizkonzert verteilten ehemalige Projektmitarbeiter sogenanntes „Flüchtlingsbrot“, das ohne Salz und ohne Zucker zubereitet worden war – an die Besucher, um auf die Situation von Flüchtlingen im Lager aufmerksam zu machen, die häufig nur wenig und einfaches Essen zur Verfügung haben. Gerne standen die Mitarbeiter den Besuchern außerdem für Fragen zur Arbeit bei Cap Anamur und den Projekten zur Verfügung.