Gesundheitliche Eckdaten

Lebenserwartung bei Geburt: 53 Jahre (Frauen), 50 Jahre (Männer)
Säuglingssterblichkeit pro 1.000 Geburten: 92
Ärzte pro 1.000 Einwohner: 0,1

Cap Anamur engagierte sich erstmals 2013 in der Zentralafrikanischen Republik.

Situation im Land

Seit 2013 wird das Leben in der Zentralafrikanischen Republik von Kämpfen rivalisierender Milizengruppen überschattet. Religiöse Motive spielen hier eine ebenso große Rolle wie politische und wirtschaftliche Macht sowie die Sicherung von Gebietsansprüchen und wertvollen Ressourcen. Eine nachhaltige Beruhigung der Situation in dem Land, das mit einem jährlichen Pro-Kopf-Einkommen von 581 US-Dollar von den Vereinten Nationen als das ärmste der Welt bezeichnet wird, ist bis heute nicht erreicht. Die Gesundheitsversorgung weiter Teile der Bevölkerung lässt sich als prekär bezeichnen. Beispielhaft dafür steht das stark verfallene Distrikt-Krankenhaus der Stadt Bossembélé, rund 160 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Bangui, das die etwa 130.000 in dieser Region lebenden Menschen nicht mehr adäquat versorgen konnte. Geflüchtetes Fachpersonal, fehlende Medikamente und abrissreife Gebäude machten die Klinik praktisch handlungsunfähig.

Unser Ziel

Errichtung eines interdisziplinären Krankenhauskomplexes in Bossembélé, um der langfristig angelegten Gesundheitsversorgung der gesamten Region ein funktionierendes Zentrum zu geben.

Unsere Aktivitäten

An unseren Projektstandort Bossembélé betreuen wir das regionals Krankenhaus. Hier arbeiten die entsandten Ärzte und Pfleger täglich direkt am Patienten und bilden das lokale Personal fachlich weiter. Mit der Bereitstellung von Medikamenten, Versorgungsmaterialien und medizinischem Equipment sichern wir die permanente Handlungsfähigkeit der Einrichtung. Um der Region ein facettenreiches Gesundheitszentrum anbieten zu können, renovieren wir bestehende Stationen, errichten neue Gebäude und optimieren gleichzeitig die interne Infrastruktur. Bisher realisierte Teilprojekte sind die Erweiterung der Pädiatrie und der Station für Innere Medizin. An unseren zentralen Standort versorgen wir jährlich über 45.000 Patienten, hinzu kommen etwa 5.200 Impfungen.

Medizinisch und baulich aktiv sind wir auch an unseren Außenposten. An den Standorten Yaloké und Lambi unterstützen wir die örtlichen Gesundheitseinrichtungen und betreiben zudem eine mobile Klinik, die unter Verwendung zweier Motorräder auch schwer zugängliche Gebiete erreicht.

Bildergalerie

Projektberichte:



Bauarbeiten gehen gut voran

Nach drei Jahren Einsatz in der Zentralafrikanischen Republik ist unser als Nothilfe begonnenes Projekt zu einer erfolgreichen Entwicklungszusammenarbeit gereift. Mithilfe unserer kontinuierlichen Fortbildungen für das […] Weiterlesen


Bauarbeiten halten an

Seit gut zweieinhalb Jahren arbeiten wir in der Zentralafrikanischen Republik. Neben der Verbesserung der medizinischen Versorgung durch Fortbildung der medizinischen Kollegen stehen bei diesem Einsatz […] Weiterlesen








Im Chaos versunken

Seit über einem Jahr tobt der Bürgerkrieg in der Zentralafrikanischen Republik: Die Menschen leben in anarchieähnlichen Verhältnissen. Entsprechend miserabel ist die Versorgungslage. Rund eine Million […] Weiterlesen