Der lange Weg von Vietnam nach Deutschland

Im „Forum Migration“ sprechen „Boat People“ aus Vietnam und ihre Helfer über ihre Erfahrungen

OSNABRÜCK. Am 25. Januar 2018 um 17 Uhr findet im Rahmen des „Forum Migration“ das Podiumsgespräch „Boat People – Vietnamkrieg, Flucht und Rettung“ statt. Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Universität Osnabrück. Ort ist der Veranstaltungssaal im Kulturgeschichtlichen Museum. Der Eintritt ist frei.

Das Ende des Vietnamkriegs (1975) löste eine große Fluchtbewegung aus. Hunderttausende verließen in den Folgejahren ihre Heimat und versuchten, in überfüllten und kaum seetauglichen Booten über das Südchinesische Meer zu fliehen. Die deutsche „Cap Anamur“ gehörte zu einer Reihe von Schiffen, die diese „Boat People“ aus ihrer Notlage retteten.

Über ihre persönlichen Erfahrungen in Vietnam und während der Flucht berichten Frau Duyen Pham-Nguyen und Herr Hoang Quang Tran, die beide von der Cap Anamur gerettet wurden. „Cap Anamur Deutsche Not-Ärzte e.V.“ wird vertreten durch den Vorstandsvorsitzenden Dr. med. Werner Strahl. Klaus Müller-Reimann war 1981/82 bei „terre des hommes e.V.“ im Referat für Flüchtlingshilfe für unbegleitete Flüchtlingskinder aus Vietnam und Kambodscha zuständig. Moderiert wird die Veranstaltung von Studierenden der Universität Osnabrück.

Unter dem Fokus „Folgen von Krieg und Flucht“ befasst sich das „Forum Migration“ des Kulturgeschichtlichen Museums 2018 schwerpunktmäßig mit den Hintergründen des Vietnamkrieges und der Flucht der „Boat People“. Damit soll an die Zeit vor 50 bzw. 40 Jahren erinnert werden: 1968 verstärkte sich der Protest gegen den Vietnamkrieg – 1978 nahm das Bundesland Niedersachsen unter dem christdemokratischen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht eine große Zahl von „Boat People“ als Kontingentflüchtlinge auf. Am 15. Februar 2018 wird die Veranstaltung unter dem Themenschwerpunkt „Boat People – Ankunft, Aufnahme und Integration“ fortgesetzt.