Kölner Hilfsorganisation – wählt neuen Vorstand

Langjähriger Projektleiter Volker Rath wird neuer Vorstand der Kölner Hilfsorganisation Cap Anamur / Deutsche Not-Ärzte e.V..

Am vergangenen Wochenende wurde, bei der jährlich stattfindenden Mitgliederversammlung des gemeinnützigen Vereins Cap Anamur / Deutsche Not-Ärzte e.V., ein neuer Vorstand gewählt. Der langjährige Vorsitzende Dr. med. Ernst-Werner Strahl legte den Vorsitz aus privaten Gründen ab. Der Essener Kinderarzt stand acht Jahren der Kölner Hilfsorganisation ehrenamtlich vor. Bereits seit 1980 ist er ein engagiertes Mitglied des gemeinnützigen Vereins und prägt dessen humanitäre Arbeit mit.

Durch den Rücktritt von Ernst-Werner Strahl wurde die Neuwahl eines Vorsitzenden nun nötig. Volker Rath, langjähriger Projektleiter von Cap Anamur, wurde für den Vorsitz vorgeschlagen und mit absoluter Mehrheit gewählt.

Der gebürtige Wilhelmshavener ist seit mehr als 18 Jahren für die Kölner Hilfsorganisation in verschiedenen Ländern tätig. Derzeit leitet er das Hilfsprojekt im Libanon. Dort ist Cap Anamur seit 2016 im Raum Sidon, südlich der Hauptstadt Beirut, tätig und gewährleistet dort die medizinische Versorgung in den syrischen Flüchtlingssiedlungen. Er koordiniert unter anderem den Einsatz der mobilen Klinik, mit der Patienten in den Siedlungen vor Ort behandelt werden können und den Transport von Patienten aus den Siedlungen in kooperierende Gesundheitseinrichtungen.

Volker Rath, langjähriger Projektleiter bei Cap Anamur ist nun Vorstand der Kölner Hilfsorganisation
Volker Rath, langjähriger Projektleiter bei Cap Anamur ist nun Vorstand der Kölner Hilfsorganisation

Volker Rath war es auch, der, kurz nach der Explosion in Beirut am 4. August, mit medizinischen Bedarfsmitteln, wie Verbandsmaterial, Schutzmasken, Tetanus Impfungen und Anästhesiemitteln nach Beirut gefahren ist, um die Notversorgung der vielen Verletzten zu unterstützen (News vom 07.08.2020).

In den 18 Jahren, in denen Volker Rath bereits für Cap Anamur tätig ist, hat er viele humanitäre Projekteinsätze koordiniert. Eigentlich sollte sein erster Einsatz 2002 in Afghanistan nur sechs Monate andauern – daraus wurden dann fast zwei Jahrzehnte, mit unterschiedlichen Einsätzen in Ländern wie Pakistan, Somalia, Kenia, Uganda und aktuell im Libanon. „Eine Zeit mit Begegnungen, Gefahren, Freude, Trauer, Leid und Menschlichkeit“, wie Rath seine bisherigen Einsätze beschreibt.

Im September wird er nach einem kurzen Aufenthalt in Deutschland wieder zurück in den Libanon gehen um seine Arbeit vor Ort fortzusetzen. „Denn durch die sich zuspitzende politische Situation im Libanon ist die Mission von Cap Anamur dort immer wichtiger, besonders für die Menschen, die momentan am untersten Ende der Gesellschaft verzweifeln“, so der neue Vorsitzende der Kölner Hilfsorganisation.