Nothilfe in Mosambik

Mit einer Windgeschwindigkeit von teilweise 160 Stundenkilometern erreichte der Zyklon „Idai“ am vergangenen Wochenende die Küste Mosambiks. Schwere Regenfälle und Überschwemmungen hatten das südostafrikanische Land bereits die ganze Woche heimgesucht. Dennoch hatte niemand mit dem Tropensturm gerechnet, der daraufhin Mosambik so verheerend treffen sollte.

Eine genaue Zahl der Toten ist noch nicht bekannt. Täglich steigt die Anzahl der Todesfälle. Fest steht allerdings, dass Hunderttausende bei der Naturkatastrophe teils schwer verletzte wurden, ihr Hab und Gut verloren und häufig sogar ihr komplettes Zuhause. Es gilt schnell zu handeln, um den Menschen in dem bereits zuvor wirtschaftlich schwachen Land zu helfen. Cap Anamur hat innerhalb weniger Stunden ein Notfall-Team zusammengestellt, das im Laufe der Woche in Mosambik eintreffen wird.

Die Küstenstadt Beira mit rund 500.000 Einwohnern ist seit Donnerstagnacht ohne Strom, Kommunikationsnetz und Landverbindung zur Außenwelt. Hier will unser Nothilfe-Team medizinische Hilfe leisten. In Maputo, der Hauptstadt des Landes, wird unser Team landen und den erfahrenen Logistiker Michael Schlüssel treffen. Schlüssel war selbst einige Male für Cap Anamur im Einsatz und hat Mosambik vor einigen Jahren zu seiner neuen Wahlheimat erklärt. Gemeinsam mit ihm reist das Team in die abgeschnittene Region, verschafft sich einen Überblick über die Lage und richtet ein erstes medizinisches Lager ein. Sobald wir das Ausmaß der Katastrophe überblicken können, leiten wir weitere Schritte ein.