Pressekonferenz – 40 Jahre Cap Anamur – 29.08.2019

Mit der Rettung der sogenannten „Boatpeople“, der Vietnamesen, die auf kleinen,  instabilen Booten über das Südchinesische Meer flohen, begann die Geschichte des Vereins Cap Anamur/Deutsche Not-Ärzte e.V. im Jahr 1979. Ein Schiff wurde gechartert und umgerüstet. Über 10.000 „Boatpeople“ konnten gerettet werden, weitere rund 35.000 Menschen wurden an Bord medizinisch versorgt. Das Schiff mit dem Namen „Cap Anamur“ wurde zum Namensgeber des Vereins, die kleinen Boote der fliehenden Vietnamesen wurden zum Logo. Noch während die Cap Anamur auf dem Meer tausende Boat People vor dem Ertrinken rettete, beschloss der Verein erste Einsätze an Land. Das Schiff „Cap Anamur“ gibt es inzwischen schon lange nicht mehr, der Verein kann jedoch auf zahlreiche erfolgreiche Projekte in über 60 verschiedenen Ländern zurückschauen. Über 25 Millionen Menschen wurden von Cap Anamur-Mitarbeitern behandelt und über 8 Millionen Kinder geimpft.

Von links: Dr. Werner Strahl (Vorsitzender), Christel Neudeck (Gründerin) und Bernd Göken (Geschäftsführer)

Seit 40 Jahren hilft Cap Anamur nun dort, wo Menschen in Not sind. Dies wollen wir feiern. Die Jubiläumsfeier findet am Samstag, 31. August 2019, ab 16 Uhr im Rautenstrauch-Joest-Museum, Cäcilienstraße 35, in Köln statt. Wir freuen uns aus Redner aus der Politik (u.a. mit Armin Laschet, Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, und Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln), aus der Kultur (u.a. mit Enthüllungsjournalisten Günther Wallraff und Cap Anamur-Gründerin Christel Neudeck) und aus aktuellen Projekten des Vereins. Im Anschluss an die Reden begrüßt der Verein seine Gäste bei Live Musik der Deutsch-Marokkanischen Band Kenitra im Foyer des Musems. Im Vorfeld zu den Feierlichkeiten gab der Verein am Donnerstag, den 29. August 2019, eine Pressekonferenz.

„Mit der Jubiläumsfeier wollen wir uns  vor allem bedanken: Bei den Menschen, die immer wieder für Cap Anamur in die Projekte gehen und sich in Krisenregionen begeben, um anderen zu helfen und bei denen, die unsere Arbeit finanziell unterstützen, denn ohne sie könnten wir überhaupt nicht arbeiten“, so Bernd Göken, Geschäftsführer Cap Anamur. Die Kölner Hilfsorganisation finanziert sich fast ausschließlich über private Spenden.

Die Jubiläumsveranstaltung finanziert sich vor allem durch das neue Fotobuch „ÜberLeben“, das der Verein zusammen mit dem Fotografen Jürgen Escher herausgebracht hat und welches Einblicke in die verschiedenen Aspekte der humanitären Hilfe von Cap Anamur bietet. Das Fotobuch kann bei der Jubiläumsveranstaltung am Samstag oder auf der Homepage des Vereins für 29.90 Euro gekauft werden.