Cap Anamur Ausbildungsprojekt in Afghanistan

Corona führt zu Angst und Unsicherheit

Wie überall auf der Welt haben auch unsere Projekte in Afghanistan unter der Covid 19-Pandemie Einschränkungen erfahren. Die von Cap Anamur angestellten einheimischen Mitarbeiter, die unser Ausbildungsprojekt in Herat betreuen, wurden jedoch von uns abgesichert.

Von März bis August waren die Berufsschulen in Afghanistan geschlossen. Auch unser Ausbildungsprojekt in Herat konnte nicht weitergeführt werden. Cap Anamur hat für die Ausbildung der Krankenpfleger*innen insgesamt 45 lokale Mitarbeiter im Einsatz. Mit der Schulschließung wäre auch ihre Einnahmequelle versiegt. Daher wurden Voll- bzw.Teillohnfortzahlungen für diese Mitarbeiter beschlossen. Damit haben wir manche persönliche und finanzielle Katastrophe abpuffern können.

Trotzdem herrschen in Afghanistan allgemein Angst und Unsicherheit durch die Corona-Pandemie, da die fehlende staatliche und soziale Absicherung, bei vielen Existenzängste ausgelöst hat.

Afghanischen Flüchtlinge werden vom Iran ausgewiesen

Diese Ängste werden durch die Entwicklungen im Iran seit Monaten noch verschärft. Denn die Pandemie hat den Iran recht früh sehr stark betroffen. Die iranische Regierung hat im Zuge dessen noch mehr afghanische Flüchtlinge außer Landes gewiesen. Manche dieser Flüchtlinge lebten in der zweiten oder dritten Generation im Iran um dort als Niedriglohnarbeiter für ihre zurückgebliebenen Familien in Afghanistan Geld zu verdienen. Mit der Ausweisung aus dem Iran, fällt nun oft der einzige Lohn für eine mehrköpfige Familie weg.

Trotz eines sehr guten Erntejahres, leidet die Zivilbevölkerung zudem unter den steigenden Lebensmittelpreisen. Schutzmasken und

Corona Schutzmaßnahmen beim Cap Anamur Ausbildungsprojekt in Afghanistan

Desinfektionsmittel sind zwar genügend vorhanden, aber für Menschen, die jeden Tag aufs Neue darum bangen müssen, ob sie ihre Familie satt bekommen, stehen diese wichtigen Schutzmaßnahmen nicht ansatzweise auf deren Prioritätenliste.

Schutzvorkehrungen für unsere Mitarbeiter

Unsere Arbeit in den Krankenhäusern und besonders das Dialyseprojekt lief wie gehabt weiter. Für unsere Mitarbeiter*innen haben wir entsprechende Schutzvorkehrungen getroffen. Hierfür haben wir eine größere Menge Schutzkleidung beschafft und zur Verfügung gestellt.

Cap Anamur betreut ein Ausbildungsprogramm für Krankenpfleger*innen in Afghanistan

Seit August können wir unser Arbeit im Ausbildungsprojekt für Krankenpfleger*innen wieder durchführen. Damit kommen wir unserem Ziel, die medizinische Versorgung in den ländlichen Gebieten Afghanistans zu verbessern, einen Schritt näher.

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