Ausbruch einer Masernepidemie

Hohes Fieber, Halsschmerzen, Kopfschmerzen und rote Punkte am ganzen Körper – Masern sind eine sogenannte Kinderkrankheit und können im schlimmsten Fall sogar lebensbedrohlich sein.  Während die Zahl der Erkrankungen durch Impfung in Europa und Amerika in den letzten Jahren stark zurückging, betrifft der Großteil der auftretenden Krankheitsbilder den afrikanischen Kontinent. Seit Mitte Januar ist nun eine Masernepidemie in der Zentralafrikanischen Republik ausgebrochen.

Nach einer sofortigen Krisenbesprechung wurden Isolationsmaßnahmen für die Erkrankten, Aufklärungskampagnen für die Bevölkerung und Impfungen, insbesondere auch für das behandelnde Personal, eingeleitet. Direkt am Tag des Ausbruchs wurde in Bossembélé, wo unser großes Krankenhaus in der Zentralafrikanischen Republik seinen Standpunkt hat, von unseren Mitarbeitern eine zusätzliche Isolierstation eingerichtet. In kürzer Zeit wurden hier ausreichend Zelte und Liegeplätze aufgestellt, sowie die kostenlose Verteilung benötigten Medikamente durchgeführt.  Bautechniker und Mediziner haben dabei reibungslos Hand in Hand zusammengearbeitet. Zusätzlich haben wir dem Distrikt sowohl finanzielle als auch labortechnische und logistische Mittel für die Durchführung der Aufklärungskampagne zur Verfügung gestellt.

Bis Ende Januar wurden auf der neuen Isolierstation etwa 30 Fälle von Masern stationär behandelt. Die Anzahl der täglichen Neuaufnahmen von Masernerkrankungen ist seitdem jedoch steigend. Die Behandlung von Masern erfolgt in Isolation, da die Krankheit enorm ansteckend ist. Eine spezifische Therapie, die gegen das Masernvirus gerichtet ist, gibt es nicht. In der akuten Krankheitsphase soll Bettruhe eingehalten werden. Fiebersenkende Medikamente und Hustenmittel können gegen die Symptome helfen.

„Wir sensibilisieren Eltern regelmäßig für das Thema Masern in unserem Krankenhaus. Viele wissen gar nicht, dass sie ihr krankes Kind nicht mit anderen spielen lassen dürfen, da die Krankheit so extrem ansteckend ist“, so Brigitte Schuhmann. Die Gynäkologin arbeitet seit November in unserem Projekt in der Zentralafrikanischen Republik und kümmert sich hingebungsvoll um die Patienten in Bossembélé.

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