Erneut heftige Kämpfe zwischen Rebellengruppen und Regierungssoldaten

Seit Mitte Dezember 2020 kommt es in der Zentralafrikanischen Republik zu bewaffneten Unruhen im Zuge der Präsidentschaftswahlen. Immer wieder fliehen Menschen auf das Krankenhausgelände von Cap Anamur in Bossembélé.

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2. Februar 2021

Während sich die Lage in der Zentralafrikanischen Republik zwischenzeitlich etwas beruhigt hatte, werden seit Ende letzter Woche Unruhen im Zusammenhang mit den Präsidentschaftswahlen befürchtet.

Daraufhin flüchteten erneut rund 500 Menschen aus der Region um Bossembélé auf das Krankenhausgelände von Cap Anamur. Sie erhalten nicht nur eine sichere Unterkunft in unserem Krankenhaus, sondern werden auch mit Nahrung und Wasser versorgt. Außerdem erhalten sie bei Bedarf eine kostenlose medizinische Behandlung.

 

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21.Januar 2021

Nach den bewaffneten Unruhen rund um die Präsidentschaftswahlen in der Zentralafrikanischen Republik stabilisiert sich die Lage langsam wieder.

Die Menschen, die kurz vor Weihnachten auf das Gelände des Krankenhauses Cap Anamur in Bossembélé geflohen waren, sind in ihre Heimatdörfer zurückgekehrt.

Gestern erhielten wir eine dringend benötigte Lieferung von Medikamenten. Die Lieferungen an das Krankenhaus waren durch die Kämpfe behindert worden. Jetzt können wir den Patienten eine kostenlose Behandlung anbieten, was für viele Menschen gerade in diesen unruhigen Zeiten sehr wichtig ist.

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22. Dezember 2020

Heute haben wir eine große Lebensmittellieferung für die schutzsuchenden Menschen im Cap Anamur Krankenhaus in Bossembélé erhalten. Neben der medizinischen Versorgung gehört es zu unseren Aufgaben in solchen Krisensituationen, die Menschen mit Nahrung zu versorgen.

 

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20. Dezember 2020

Seit gestern befinden sich insgesamt 2.000 Menschen, die vor den bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen den Rebellengruppen und den Regierungssoldaten geflohen sind, auf dem Gelände des Krankenhauses Cap Anamur. Die Schutzsuchenden werden von unseren Mitarbeitern vor Ort mit Lebensmitteln versorgt.

Unter den Geflüchteten befinden sich auch Verletzte, die medizinisch versorgt werden müssen.

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Menschen fliehen vor den bewaffneten Auseinandersetzungen in der Region Bossembélé auf das Krankenhausgelände der deutschen Hilfsorganisation Cap Anamur / Deutsche Not-Ärzte e.V.

18. Dezember 2020

In der Zentralafrikanischen Republik stehen Ende des Jahres Präsidentschaftswahlen an. Neben dem amtierenden Präsidenten Faustin Archange Touadéra haben auch andere Kandidaten ihre Kandidatur erklärt.

Unter anderem wollte auch der ehemalige Präsident François Bozizé, der 2013 abgesetzt wurde, als Präsidentschaftskandidat antreten. Seine Kandidatur wurde jedoch von der Wahlkommission abgelehnt. Aufgrund dieser Ablehnung schloss sich François Bozizé mit ehemaligen Militärs und Rebellengruppen zusammen und marschiert derzeit in Richtung der Hauptstadt Bangui. Es ist seine Absicht, die Präsidentschaftswahlen am 27. Dezember zu verhindern. Stattdessen soll eine Übergangsregierung gebildet werden, an der er beteiligt sein will.

In den Dörfern Yaloké und Bossembélé, etwa 200 Kilometer von Bangui entfernt, betreibt CapAnamur / German Emergency Doctors e.V. zwei Krankenhäuser.

In dieser Region haben die Kämpfe zwischen Rebellengruppen und Regierungssoldaten seit Donnerstag, 17. Dezember, zugenommen. Beide Dörfer wurden heute, am 18. Dezember, von Rebellengruppen eingenommen. Viele Dorfbewohner sind mit ihren Familien wegen der bewaffneten Auseinandersetzungen geflohen.

Mehrere hundert Menschen sind auch auf das Krankenhausgelände von Cap Anamur geflohen, um sich vor den Angriffen zu schützen. Die Projektmitarbeiter von Cap Anamur vor Ort koordinieren derzeit die Versorgung dieser Menschen. Sie stehen in direktem Kontakt mit dem Projektkoordinator im Büro in Köln/Deutschland.