Eröffnung: Unser neues Straßenkinderprojekt in Freetown

Cap Anamur hat eine Anlaufstelle für Straßenkinder in Freetown eingerichtet, mit einem Team aus lokalen und deutschen Sozialarbeitern und in Zusammenarbeit mit dem sierra-leonischen Ministerium für Sozialfürsorge. Die Kinder und Jugendlichen erhalten hier eine warme Mahlzeit und einen Schlafplatz. Die Sozialarbeiter unterstützen sie in ihren Zukunftsplänen, indem sie zwischen den Kindern und ihren Familien vermitteln und bei der Wiedereingliederung in die Schule helfen.

Rasch haben unsere Mitarbeiter ein geeignetes Haus gefunden. Unsere neue Kollegin, die 30jährige Sozialarbeiterin Ruth Zemedebrhan ist bereits im Juli von Stuttgart in die Hauptstadt von Sierra Leone gezogen und koordiniert die Arbeit vor Ort. Zuvor hatte sie in Deutschland als Streetworkerin gearbeitet. Während der ersten Touren mit ihren drei einheimischen Kollegen im August haben sie bereits die ersten Jugendlichen über die neue Herberge informiert. Nur wenige Tage später kamen die ersten Jugendlichen im Alter zwischen zehn und 13 Jahren. Die einheimischen Sozialarbeiter versuchen nun, die Familien der Kinder ausfindig zu machen.

-> Helfen Sie uns mit einer Spende beim Aufbau des Straßenkinderprojekts: Mit 50 Euro finanzieren wir einem Kind das Schulgeld für ein ganzes Jahr.

Hintergrundinformation zu Sierra Leone

Das westafrikanische Land in der Größe Bayerns hat etwa sechs Millionen Einwohner. Der 2002 beigelegte Bürgerkrieg hat hunderttausende Menschen das Leben gekostet, viele leiden auch heute noch unter der Traumatisierung durch die Gräueltaten des Krieges. Trotz des Ressourcenreichtums im Land leben fast drei Viertel der Sierra Leoner unterhalb der Armutsgrenze – auf dem Human Development Index rangiert das Land auf den letzten acht von 187 bewerteten Ländern. Laut Schätzungen der Vereinten Nationen leben rund 2.000 Kinder auf den Straßen Freetowns.