Großbrand in Freetown

Meterhohe Flammen, panische Menschen und drückende Hitze – ein Feuer, das letztes Wochenende in Freetown ausgebrochen war, versetzte die Hauptstadt Sierra Leones in große Aufruhr. Wie genau es zu dem Brand gekommen war, ist noch nicht geklärt, doch durch die enge und einfache Bauweise im Armenviertel und eine mangelnde Infrastruktur hatten sich die Flammen schnell verbreiten können. Über 300 Menschen verloren so am letzten Wochenende ihr Zuhause, zwei Todesfälle sind unseren Mitarbeitern bekannt.

Nicht unweit der Katastrophe befindet sich das Pikin Paddy, unser Schutzhaus für Straßenkinder in Sierra Leone. Die Cap Anamur-Mitarbeiter vor Ort reagierten schnell, analysierten die Lage und boten ihre Hilfe an. . „Wir haben unverzüglich mit der Errichtung von Zelten begonnen und angefangen Trinkwasser zu verteilen“, so Dennis Wellmann, Cap Anamur-Krankenpfleger im Pikin Paddy. Außerdem statten sie jede Familie mit sauberem Wasser und Seife aus, um die Hygiene weiterhin zu gewährleisten und die Gefahr, dass Krankheiten ausbrechen könnten, einzudämmen.

Bereits im April des letzten Jahres war im Armenviertel der Stadt ein großer Brand ausgebrochen und hatte vielen Menschen Heim oder gar Leben genommen. „Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass die Zusammenarbeit zwischen uns und der Community so gut und reibungslos  verläuft. So konnten wir schnell und effizient Hilfe zur Verfügung stellen“, so Wellmann. Es wird wohl noch eine Zeit lang dauern, bis die Bewohner Freetowns zur Normalität zurückkehren können,  doch das Cap Anamur-Team vor Ort steht den Betroffenen zur Seite.