Helfen, wo die Not am größten ist

Die vergessenen Krisen und Kriege

Die öffentliche Aufmerksamkeit für die zahlreichen Krisen und Kriege dieser Welt ist begrenzt. Entsprechend spärlich ist oft das Hilfsangebot, das Menschen in langwierigen humanitären Notlagen zuteilwird. Dabei handelt es sich bei ihnen zumeist um Menschen aus ohnehin schon armen und marginalisierten Bevölkerungsgruppen. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Menschen in eben solchen Notlagen zu helfen: so zum Beispiel in der sudanesischen Region der Nuba-Berge, die an der Grenze zum Südsudan liegt. Hier stehen militante Rebellengruppen einer ebenso gewaltbereiten Regierung gegenüber, die allesamt ihre eigennützigen Interessen auf Kosten der Zivilbevölkerung durchzusetzen versuchen. Hunderttausende Nuba-Familien wurden bereits aus ihren Dörfern vertrieben und suchen Schutz in den nahegelegenen Berghöhlen.

Cap Anamur versorgt diese Menschen seit nunmehr fast 20 Jahren. Wir liefern mit hohem logistischem Aufwand Medikamente in diese sehr abgelegene Gegend, betreiben ein Hospital im Dorf Lwere und sichern von dort aus den Betrieb von sechs umliegenden medizinischen Einrichtungen. Darüber hinaus führt unser Team regelmäßig großflächige Impfkampagnen durch und kümmert sich um unterernährte Kinder. Insgesamt behandeln wir jeden Monat rund 20.000 Patientinnen und Patienten. Abgesehen davon gibt es für diese Menschen kaum internationale Hilfe und so werden wir ihnen mit unserem langjährigsten Projekt auch in Zukunft zur Seite stehen.

Ausbau der Versorgungsnetze

Ein ähnliches Konzept setzen wir in der Zentralafrikanischen Republik um, einem Land, das trotz eines nicht enden wollenden Bürgerkriegs ebenfalls in den Schatten aktueller Krisen gerückt ist. Hier bauen wir, ähnlich wie in den Nuba-Bergen, ausgehend von unserem Krankenhaus in Bossembélé als zentralem Standort ein satellitenartiges Versorgungsnetz mit Gesundheitsposten auf, um die Menschen in den ländlichen Gebieten zu erreichen.

Eine ganz anders geartete Krise durchleben die Menschen in Sierra Leone. Nachdem die Ebola-Epidemie in den vergangenen beiden Jahren weltweit größte Aufmerksamkeit auf die betroffenen Länder Westafrikas gezogen hat, ist mit dem Ende der Epidemie auch das öffentliche Interesse abgeebbt. Doch der zehnjährige Bürgerkrieg, der von 1991 bis 2002 tobte, und der bisher größte Ebola-Ausbruch der Geschichte haben große Folgeschäden hinterlassen: Das ohnehin schon schwache Gesundheitssystem Sierra Leones ist vollständig kollabiert. Wenig verwunderlich, immerhin hat das Virus allein in diesem Land 3.500 Menschenleben gefordert, darunter rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitswesens.

Unser Team hat sich schon vor dem Ebola-Ausbruch in Sierra Leone mit der Sanierung des Kinderkrankenhauses in Freetown, der Hauptstadt des Landes, engagiert. Und auch während der Epidemie standen wir den Menschen bei, haben eine Isolierstation gebaut und ein Schutzhaus für Ebola-Waisen eingerichtet. Das offizielle Ende der Epidemie war für uns der Auftakt für ein weiteres Projekt: den Wiederaufbau des Gesundheitssystems. Inzwischen arbeiten wir seit eineinhalb Jahren im Krankenhaus von Makeni, im Herzen Sierra Leones. Obwohl 20 Mitarbeiter des Krankenhauses durch das Ebola-Virus starben, ist das einheimische Team hoch motiviert, der Klinik mit unserer Unterstützung wieder auf die Beine zu helfen. Die Fortschritte können sich sehen lassen: Wir haben eine neue Intensivstation errichtet, renovieren die Gebäude, liefern Medikamente sowie technische Geräte und bilden die Mitarbeiter fort.

>>> Jede Spende hilft!

Bitte unterstützen Sie uns, Menschen in andauernden humanitären Krisen zu helfen! Mit 70 Euro finanzieren Sie 20 Pakete hochkalorische Spezialnahrung für unterernährte Kinder. Einen Rundum-Impfschutz für fünf Kinder in den Nuba-Bergen ermöglichen Sie uns mit 110 Euro. 300 Euro kostet ein Set Untersuchungsinstrumente für die Ausstattung unserer Gesundheitsposten.