Hilfe für die Rohingya

Im seit Jahren schwelenden Konflikt zwischen Rohingya-Rebellen und der Regierungsarmee im Bundesstaat Rakhine in Burma waren Ende August neue Kämpfe entbrannt. Seitdem wurden hunderte Menschen getötet, etwa 400.000 Rohingya flohen laut UN-Angaben ins Nachbarland Bangladesch, etwa die Hälfte der Flüchtenden sollen Kinder sein. Wie die Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“ berichtete, sollen mehrere Dörfer der muslimischen Minderheit in Burma abgebrannt worden sein. Den Menschenrechtlern zufolge belegen Satellitenaufnahmen, dass etwa 80 Dörfer der Rohingya angezündet wurden. In Booten erreichten hunderttausende Menschen das Nachbarland Bangladesch während der Monsun-Zeit. Die schweren Regenfälle erschweren die Flucht und verschlechtern die Situation der Vertriebenen enorm.

Die Rohingya gelten als eine der am meisten verfolgten Minderheiten der Welt. Die Rohingya werden von Burma nicht als Staatsbürger anerkannt. In dem Vielvölkerstaat ist die große Mehrheit buddhistischen Glaubens. Die muslimische Minderheit der Rohingya umfasst mehr als eine Million Menschen. Sie sind staatenlos, nachdem ihnen die damalige Militärjunta 1982 die Staatsbürgerschaft entzogen hatte. Nun müssen über 400.000 Angehörige der Minderheit in teils überfluteten und improvisierten Zeltlagern in Bangladesch ausharren, eine Rückkehr in ihre Heimat ist ungewiss.

Cap Anamur ist vor Ort in Bangladesch. Die Versorgung der Flüchtlinge mit Nahrungsmitteln, Wassern und Basismedizin ist unser vorrangiges Ziel. In Absprache mit der Regierung Bangladeschs wollen wir uns in ein bis zwei Zeltlagern niederlassen und vor Ort unsere Hilfe organisieren. Zwar erschwert der starke Regen unsere Arbeit, doch laufen unsere Vorbereitungen auf Hochtouren, um den Rohingyas so schnell wie möglich die so dringend benötigte Hilfe zukommen lassen zu können.

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