Hygienemaßnahmen sollen Krankheiten vorbeugen

Von Dennis Wellmann

Seit Beginn der Ebola-Epidemie im Jahr 2014 betreuen wir in Freetown, der Hauptstadt von Sierra Leone, ein Hygieneprojekt. In dem größten Armenviertel von Freetown reinigen wir zehn Toiletten und Duschhäuser und unterweisen die dortige Bevölkerung in diversen hygienischen Maßnahmen zur Vorsorge verschiedener Infektionskrankheiten. Nun haben wir uns entschieden, diese Hygieneeinrichtungen umfassend zu sanieren, da die Toiletten, Waschbecken und Wasserrohre in allen Toilettenhäusern inzwischen in einem schlechten Zustand waren. Außerdem wollen wir uns nicht nur um die sanitären Anlagen kümmern, sondern auch um die Versorgung mit Strom, damit die Einrichtungen in der Nacht mit Licht versorgt werden und damit unabhängig von der Tageszeit genutzt werden können. Dafür werden wir Solaranlagen auf allen Hygieneeinrichtungen installieren, so dass der Strom einfach und günstig für die Versorgung genutzt werden kann.

Eines der zehn Toilettenhäuser haben wir nun fertig renoviert und wieder für die Bevölkerung geöffnet. Im Zuge dieser Sanierung konnten wir den sanitären Bereich sogar um zwei Toiletten und zwei Duschen erweitern. Die zehn Toiletten-und Duschhäuser werden täglich von über 3.000 Menschen genutzt. Nicht nur Bewohner des Armenviertels nutzen die Toilettenhäuser. Im größten Slumgebiet von Freetown befindet sich auch ein großer Markt, wo Waren aller Art, aber insbesondere Lebensmittel verkauft werden. So nutzen auch die Verkäufer sowie die Marktbesucher die von uns regelmäßig gereinigten Toiletten-und Duschhäuser.

Während der Ebola Epidemie galt das größte Armenviertel von Freetown als gefährlichste Quelle von Ebola Neuinfektionen, die durch unser Projekt stark entschärft werden konnte. Auch die davor regelmäßig auftretenden Cholerainfektionen konnten wir merklich reduzieren.

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