Katastrophe aus Wind und Wasser

Cap Anamur hat mit dem Wiederaufbau begonnen

Ihr hat Zyklon „Idai“ alles genommen: Mit ihrem Hab und Gut lebt diese Frau auf der Straße.

Mehr als 1.000 Menschen verloren bei Zyklon „Idai“, der vor gut vier Wochen über die Ostküste Afrikas fegte und dabei vor allem in Mosambik große Zerstörungen anrichtete, ihr Leben. Häuser wurden Zerstört, Felder überflutet und Krankenhäuser fielen in sich zusammen – auch etwa einen Monat später ist das komplette Ausmaß der Zerstörung noch nicht komplett fassbar. Nun droht mit Zyklon „Kenneth“, der am Donnerstagabend auf die nördliche Provinz Cabo Delgado in Mosambik traf, die nächste Katastrophe. Auch wenn „Kenneth“ weder die gleiche Größe noch die gleiche Kraft wie „Idai“ hat, könnte er doch erneut große Zerstörungen bewirken. Da sich der neue Wirbelsturm um einiges langsamer bewegt als Wirbelsturm „Idai“ vor rund vier Wochen, bringt er wahnsinnige Regenmengen mit sich, die zusätzlich zu den Zerstörungen in den nächsten Tagen zu schweren Überschwemmungen und Erdrutschen führen könnten.

Schnelle Nothilfe nach Zyklon „Idai“

Mit einer Windgeschwindigkeit von teilweise 160 Stundenkilometern ließ sich Zyklon „Idai“ von beinahe nichts aufhalten: Zahlreiche Häuser, Schulen und Krankenhäuser wurden komplett zerstört. Die Küstenstadt Beira mit rund 500.000 Einwohnern war besonders betroffen. Tagelang ohne Strom, Kommunikationsnetz und Landverbindung zur Außenwelt mussten die Bewohner warten, bis Hilfe aus der Luft oder über das Wasser kam. Hier begann unser Team, das bereits wenige Tage nach der Katastrophe im Land war, mit seiner Nothilfe.

Wiederaufbau eines Krankenhauses

Frontansicht des Krankenhauses in Buzi.

Mit dem Wiederaufbau eines Krankenhauses in Buzi, einer Region in der Nähe der Hafenstadt Beira, haben wir den nächsten Schritt unserer Hilfe für Mosambik eingeleitet. Vor Zyklon „Idai“ war das Krankenhaus in Buzi ein kleines aber funktionierendes Krankenhaus mit 80 Betten und bis zu 300 Patienten am Tag in Sprechstunden und der Notaufnahme.

Nach „Idai“ war das Krankenhaus zu großen Teilen zerstört. Bei fast allen Gebäuden fehlen Teile oder gar das komplette Dach, viele Wände sind eingestürzt und auch Elektrizität gibt es keine. Hospitalzelte waren die einzige medizinische Versorgung für die Menschen in der Region. Daher hat das Cap Anamur-Team vor Ort nun mit der Planung für den Wiederaufbau des Krankenhauses begonnen. Die Abteilungen, die aktuell in sieben verschiedenen Zelten untergebracht und nur rudimentär ausgerüstet sind, sollen so schnell wie möglich in die neu aufgebauten Räume zurückziehen. „In unserem Fokus steht nun der Wiederaufbau des Krankenhauses. Ein funktionierender Operationssaal wäre für die medizinische Versorgung der Patienten besonders wichtig“, sagte Cap Anmaur-Geschäftsführer Bernd Göken, „bis wir den kompletten Schaden in allen Gebieten beurteilen können, wird es wohl noch Wochen dauern aber mit dem Aufbau des Krankenhauses haben wir dann schon mal eine gute Basis“. Nach dem Wiederaufbau werden wir das Krankenhaus auch organisatorisch und medizinisch unterstützen.

>>> Wir brauchen Ihre Hilfe. Spenden Sie jetzt für Mosambik, helfen Sie dem zerstörten Land.