Medizinische Unterstützung für Uganda

Die Straßenverhältnisse sind schlecht. Der gestrige Regen hat den Boden aufgeweicht und normale Autos bleiben immer wieder im tiefen Schlamm stecken. Ohne ein geländetaugliches Fahrzeug ist an Fortbewegung heute kaum zu denken. Wir sind in Mojo unterwegs, einer kleinen Stadt im Norden Ugandas. Der Ort liegt nur sechs Kilometer von der Grenze zum Südsudan entfernt und ist daher Anlaufstation für viele Flüchtlinge, die ihr Zuhause aufgrund des seit Jahren herrschenden Bürgerkrieges im Südsudan verlassen mussten. Ihre Unterkünfte in Uganda sind ärmlich und weit verteilt, doch zumindest haben einige Flüchtlingsfamilien etwas Land zugewiesen bekommen, das sie bewirtschaften dürfen.

Unser Ziel ist das Mojo Krankenhaus im Stadtzentrum. Von dort aus wollen wir unsere medizinische Hilfe koordinieren. Zwar gilt Ugandas Umgang mit den Flüchtlingen als Musterbeispiel, doch im Hinblick auf die medizinische Versorgung gibt es noch eine Menge zu tun. Kein Land hat im letzten Jahr mehr Flüchtlinge aufgenommen, als der Binnenstaat in Ostafrika. Obwohl Uganda zu den ärmsten Ländern der Welt gehört, soll hier jedem Flüchtling ein Stückchen Land zugewiesen werden. „Auch wenn immer weniger Flüchtlinge nach Uganda kommen, so reist der Strom doch noch nicht ab. Es gibt sogar Überlegungen, ein weiteres Flüchtlingslager zu eröffnen“, so Cap Anamur-Mitarbeiterin Elena Prögler.

Unsere Aufgabe in Uganda ist in erster Linie in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium die medizinische Versorgung der Bevölkerung und der vielen Flüchtlinge. Dabei dient das Krankenhaus in Mojo, das von uns auch technisch betreut wird, als Basis. Desweiteren arbeiten wir an einem Konzept, um die Lage der Flüchtlinge in Bezug auf hygienische Verhältnisse, Wasser- und Lebensmittelversorgung konsequent zu verbessern.

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