„Meine Lebenssituation hat sich verbessert“

Cap Anamur betreut im Libanon eine physiotherapeutische Praxis – unsere Patientin Tasneem erzählt, wie sich ihr Leben durch die Therapie verändert hat.

Seit Anfang 2018 unterhält Cap Anamur eine physiotherapeutische und sozialpädagogische Praxis im Libanon für syrische Flüchtlingskinder (News vom 21.12.2018)

Cap Anamur Physiotherapie im Libanon

Dort werden Kinder mit verschiedenen körperlichen Behinderungen kostenlos behandelt. Dazu sind zwei Physiotherapeutinnen für Cap Anamur im Einsatz. Sie bieten derzeit 40 Kindern aus syrischen Flüchtlingsfamilien, aber auch aus libanesischen Familien, die sich diese Hilfe nicht leisten können, bedarfsgerechte Therapien an.

Familien mit behinderten Kindern haben es auf der Flucht oft besonders schwer.

Die Situation ihrer Kinder bedarf erhöhter Aufmerksamkeit und Zuwendung und ist mit weiteren Kosten verbunden. Dennoch werden Flüchtlingskinder mit Behinderung weder gesondert registriert noch finanziell unterstützt. Mit dem Angebot eines ganzheitlichen Programms gibt Cap Anamur den Kindern ein Stück Lebensqualität zurück.

Eine unserer Patientinnen, die mehrmals in der Woche zur Physiotherapie kommt ist Tasneem.

Cap Anamur Physiotherapie im LibanonSie ist mit verformten Unterschenkeln auf die Welt gekommen. In Ihrem Heimatland Syrien hat sie als kleines Kind keine Operation erhalten, die die Fehlbildung verhindert hätte. Cap Anamur hat für Tasneem Orthesen zur Verfügung gestellt, die ihr mittlerweile das eigenständige Stehen und Gehen ermöglichen.

Tasneem erzählt uns, wie sich ihr Leben durch unsere Therapie verändert hat:

„Ich heiße Tasneem Abdulkarim und bin 15 Jahre alt. Ich bin Palästinenserin aus Syrien und kam hauptsächlich wegen der Konflikte aus Syrien in den Libanon.

Was sich wirklich durch die Therapie verbessert hat, was für mich am wichtigsten ist, dass ich mich mehr auf mich selbst verlassen kann, nicht auf meine Familie, wenn ich irgendwohin hin gehen möchte.
Dann bin ich psychisch gestärkt, weil ich das Gefühl habe, dass sich meine Lebenssituation verbessert hat. Es gab ungefähr fünf Jahre, in denen sich meine Situation aufgrund der Verwendung von Krücken verschlechtert hat.

Die Therapie hier ist besser als in meinem Heimatland und ich kann dadurch mehr Faktoren verbessern. In Syrien hatte ich diese Hilfe nicht. Hier habe ich also mehr Aufmerksamkeit als dort, sogar von meiner Familie.
Meine Zukunft wird besser sein, auch wenn ich nicht zu 100% geheilt werde, aber hauptsächlich möchte ich meinen eigenen Job haben, zum Beispiel Anwältin oder Journalistin.“

Das von Cap Anamur initiierte Projekt für Flüchtlingskinder mit Behinderung ist im Flüchtlingslager in Saida einzigartig. Durch die physiotherapeutische Behandlung bekommen die Kinder nicht nur Lebensqualität zurück, auch die Familien werden dadurch entlastet.

Auch Sie können syrischen Flüchtlingen, wie Tasneem, helfen – spenden Sie jetzt!