Eröffnung unserer zweiten Schule

Im April 2015 zerstörte ein Erdbeben im Himalaya große Teile Nepals. Cap Anamur schickte sofort ein Nothilfe-Team ins Land, das Nahrungsmittel für die Bewohner des Bergdorfs Judeegaun verteilte und sie medizinisch versorgte. Rasch begann unsere Planung für den Wiederaufbau von zwei neuen erdbebensicheren Schulen für die Bergdörfer Judeegaun und Chandeni. Im Mai öffnete in Judeegaun die erste Schule ihre Pforten, Ende September fand nun auch die feierliche Eröffnung unserer zweiten Schule in Chandeni statt.

Zum Fest kamen rund 500 Dorfbewohner sowie die 15 Direktoren der benachbarten Schulen. Während des Festes bedankten sich die Vertreter der Gemeinschaft herzlich bei Cap Anamur und den deutschen Spendern für ihre Unterstützung. Der Schuldirektor brachte seine Anerkennung zum Ausdruck und verlieh unserem Team eine Urkunde.

Begonnen haben unsere Baumaßnahmen in Chandeni im Januar dieses Jahres mit umfangreichen Erdarbeiten: „Wochenlang waren LKW und Bagger im Einsatz, um die vom Erdbeben zerstörte Schule abzutragen und das Erdreich zu ebnen“, berichtet unser Logistiker Horst Hühnlein. „Die Beendigung der Vorarbeiten fiel zeitlich mit dem Bauabschluss unserer Schule in Judeegaun zusammen. So konnte das Bau-Team Ende Februar von Judeegaun nach Chandeni weiterziehen.“

Neue erdbebensichere Schulen

Auch diese Schule verfügt, wie die erste im Bergdorf Judeegaun, über vier Gebäude mit Klassenzimmern und auch hier war die wichtigste Maßgabe der erdbebensichere Bau. Zudem sorgen große Fenster für helle Klassenräume und eine ausgezeichnete Luftzirkulation zwischen dem Wellblechdach sowie den Decken für ein gutes Klima. Insgesamt werden in der Schule von Chandeni 380 Schüler der 1. bis 12. Klasse unterrichtet.

„Bei der Schlüsselübergabe gab es großen Applaus“, so Horst Hühnlein. „Unser Team und die nepalesischen Bauarbeiter mussten wegen der starken Regenfälle immer wieder Zwangspausen einlegen, denn dann war die Schule nur schwer erreichbar. Umso glücklicher sind wir nun, die fertige Schule eröffnen zu können und in die viele zufriedenen Gesichter zu blicken.“

Zum Abschluss dieses Projektes haben wir für jede Schule einen Brunnen gebohrt. Während in Judeegaun eine Tiefe von 12,5 Metern ausreichend war, um einen sehr ergiebigen Brunnen zu bauen, mussten wir in Chandeni 155 Meter tief bohren, um ausreichend Wasser pumpen zu können. Die Anstrengungen haben sich gelohnt: Der Brunnen wird in Zukunft nicht nur die Schule mit sauberem Trinkwasser versorgen, auch die Dorfbevölkerung profitiert mit zahlreichen Entnahmestellen von dieser Quelle.

>>> Wir danken unseren Spendern, die dieses Wiederaufbau-Projekt in Nepal ermöglicht haben!