Kein Baustopp trotz Monsunregen

In den vergangenen Wochen hat unser Team in Nepal viel geschafft, und das trotz des anhaltenden, starken Monsunregens. Das Haus für die Betreuerinnen der Schüler ist fast fertig. Darin integriert ist eine kleine Kantine, in der das Essen für die Schüler zubereitet wird. In den nächsten Wochen werden die Wände verputzt, das Dach gebaut und die Fenster und Türen eingesetzt.

Auch der Rohbau des ersten großen Unterrichtsgebäudes mit fünf Klassenzimmern ist so gut wie fertig gemauert. Die Bauarbeiter beschäftigen sich derzeit mit den oberen Betonpfeilern, die der zusätzlichen Stabilisierung des Gebäudes dienen. Denn die neue Schule wird erdbebensicher gebaut. Für das zweite große Gebäude stehen bereits die Betonpfeiler und der Boden ist schon betoniert. Hier entstehen weitere fünf Klassenräume. Ein Team wird in diesen Tagen mit den Mauern beginnen. Voraussichtlich wird das zwei Wochen in Anspruch nehmen.

Ende September soll dann das vierte Gebäude in Angriff genommen werden. Hier entstehen in einem 16 mal sechs Meter großen Bau die Räume für die Administration, ein Lehrerzimmer, eine Bibliothek und ein Computerraum. Im Anschluss beginnt das Team dann mit den sanitären Anlagen für die gesamte Schule. Wir planen, für die Schule und das Dorf eine ausreichende und nachhaltige Wasserversorgung zu installieren.

Wir haben bereits 220 Säcke Zement gekauft und werden vermutlich noch einmal dieselbe Menge benötigen. Für den reibungslosen Transport in das abgelegene Bergdorf Judeegaun haben wir die Straße, die durch die heftigen Regenfälle stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, so gut es geht ausgebessert und repariert. So können wir alle unsere Baumaterialien und andere notwendige Waren mit dem Traktor liefern. Das funktioniert trotz der schwierigen Straßenverhältnisse hervorragend.

Insgesamt unterstützen uns bei dem Bau der Schule 22 einheimische Mitarbeiter, darunter ein Logistiker, sechs erfahrene Bauarbeiter, und 15 Helfer auf Judeegaun, die ihre Wohnhäuser durch das Erdbeben verloren haben und mithilfe dieser Arbeit das Geld verdienen, um ihr Zuhause wiederaufzubauen.