Die alte Schule in Bonio (ZAR) ist nur noch eine Ruine.

Neubau statt Corona-Frust

Auch in der Zentralafrikanischen Republik wurden zu Beginn der Corona-Pandemie sämtliche Schulen im Land geschlossen. Diese Maßnahme nutzen wir, um eine Grundschule komplett zu renovieren. 

Die Zentralafrikanische Republik gehört trotz ihres Rohstoffreichtums zu den ärmsten Ländern der Welt. Im Human Development Index der UNO von 2016 rangiert sie an letzter Stelle von 188 Staaten. Straßen, Krankenhäuser oder Schulen sind hier nur partiell zu finden – dafür findet man reichlich Erdöl, Uran und Diamanten. Der Kampf um die Rohstoffe ist nur ein Faktor für den seit Jahren herrschenden Bürgerkrieg. Dazu kommen religiöse Konflikte und territoriale Kämpfe. Für den Wiederaufbau des zerstörten Landes ist unser Ziel kein geringeres als die Errichtung eines interdisziplinären Krankenhauskomplexes in Bossembélé, um der langfristig angelegten Gesundheitsversorgung der Region ein belastbares Fundament zu bieten.

Zusammenarbeit mit der Bevölkerung

Ein Cap Anamur Mitarbeiter an der Station zum Hände waschenDer erste COVID-19-Fall in Zentralafrika wurde am 14. März 2020 bekannt gegeben. Seitdem steigen die Zahlen täglich an. Bei unseren Corona-Maßnahmen in der Zentralafrikanischen Republik setzen wir stark auf die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung. So haben nicht nur unser lokales Personal in den Krankenhäusern geschult, sondern für die Bevölkerung Mundschutze bei lokalen Näherinnen und Nähern anfertigen lassen. Das stärkt nicht nur die lokale Wirtschaft, sondern bezieht auch die Menschen vor Ort in unsere Maßnahmen mit ein, so dass diese in den Gemeinden ihr Wissen um Schutzmaßnahmen weiterverbreiten können. Zusätzlich dazu haben wir an mehreren Orten, an denen viele Menschen täglich vorbei kommen, wie an Schulen, Kirchen und Marktplätzen, Stationen aufgestellt, an denen sich die Bevölkerung regelmäßig die Hände waschen und desinfizieren kann.

Um die Pandemie weiter einzudämmen und infizierten Patienten eine sichere Versorgung zu gewährleisten, bauen wir aktuell die Zelte, die wir noch zu Beginn des Jahres für die Masern-Epidemie benutzt haben, zu Isolationseinheiten für potentielle Corona Patienten um.

Von der Ruine zur Schule

Zwei lernende Kinder in der alten Grundschule in Bondio.Da aktuell auch sämtliche Kinder aufgrund Corona Zuhause sind und nicht in die Schule gehen dürfen, nutzen wir diese Zeit, um bereits länger geplante Baumaßnahmen schnell umzusetzen. Fast 400 Kinder aus den umliegenden Dörfern wurden bisher in Bondio in einer Bauruine unterrichtet. Das wird sich in Zukunft ändern: In den kommenden drei Monaten errichtet unser lokales Team ein komplett neues Schulgebäude mit Schule mit vier Klassenräumen, einem Büro für den Direktor, einem Lager sowie neuen und vor allem hygienischen Toilettenräumen. So können die Kinder, sobald die Maßnahmen in der Zentralafrikanischen Republik gelockert werden, in einem modernen und sauberen Umfeld lernen.

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