Projektbesuch im Libanon

Zur Kontrolle unserer weltweiten Projekte gehört auch der regelmäßige Besuch derselben. Daher besuchte Vorstandsmitglied Mathias Lindstedt unser Projekt für syrische Flüchtlinge im Libanon im Februar dieses Jahres. Neben der medizinischen Versorgung der häufig schwer verletzten und traumatisierten Flüchtlinge, unterhält Cap Anamur seit kurzem auch eine physiotherapeutische und sozialpädagogische Praxis, in der Flüchtlingskinder mit verschiedenen körperlichen Behinderungen kostenlos behandelt werden.

Eines dieser Kinder ist Saada. Die heute 17-Jährige wurde als Kleinkind am offenen Rücken operiert, ihre Wirbelsäule ist verbogen, ihre Beine teilweise gelähmt und verkürzt, so dass sie die Beine in den Knien nicht strecken und daher nicht laufen kann. Von der Arbeit der Physiotherapeutin Nihal und des Projektleiters Volker Rath war Mathias Lindstedt schwer beeindruckt. „Seit zwei Monaten war Saada erst in Behandlung und dennoch zeigten sich bereits positive Ergebnisse“, so der Arzt. Ein weiterer Patient ist der 11-jährige Fahid. Mit seinen zehn Geschwistern und seiner Mutter lebt er in einem kleinen Raum. In Folge eines Sauerstoffmangels leidet er unter einer Schwäche des gesamten Körpers, die nun durch Cap Anamur physiotherapeutisch behandelt wird. Die Sozialpädagogin Farah und die Sozialvolontärin Suzanne spielen und kommunizieren mit ihm. Er benötigt Orthesen und besondere Schuhe, die wir ihm finanzieren und die ihm ein völlig neues Lebensgefühl geben.

Das von Cap Anamur initiierte Projekt für Flüchtlingskinder mit Behinderung ist im Flüchtlingslager in Saida einzigartig. Durch die physiotherapeutische Behandlung bekommen die Kinder nicht nur Lebensqualität zurück, auch die Familien werden dadurch entlastet.

Zusätzlich zu dem Projekt ermöglicht Cap Anamur den syrischen Flüchtlingen einen Zugang zu medizinischer Behandlung. Neben dem Transport zur Arztpraxis übernehmen wir auch die Kosten der Behandlung und der Medikamente. „Obwohl die meisten Flüchtlinge in furchtbar kleinen und feuchten Rohbauten oder Zelten leben, sind alle unglaublich freundlich und zuvorkommend. Unsere Anwesenheit im Libanon ist dringend von Nöten und die Mitarbeiter vor Ort leisten tolle Arbeit“, so das Fazit des Vorstandsmitglieds Mathias Lindstedt nach dem Besuch des Flüchtlingslagers in Saida.

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