Shangilia-Kinder auf der Aids-Konferenz in Bangkok

Für elf Straßenkinder aus dem Shangilia-Projekt in Nairobi wird es vielleicht das aufregendste Erlebnis ihres Lebens bleiben: stellvertretend für alle Kinder Afrikas flogen sie zur 15. Welt-Aids-Konferenz nach Bangkok. Gemeinsam mit einer Gruppe aidskranker thailändischer Kinder überraschten sie zur Konferenzeröffnung mit dem Lied „Sternenstaub“ – gesungen in Thai !  Fünf Tage hatten sie geübt, bis der Text richtig saß. Und nach den offiziellen Reden noch einmal Auftritt für Shangilia. Diesmal mit einem neu einstudierten Tanz, dem sie selbstbewusst den Titel „Shangilia“ gegeben hatte. Viel Beifall gab’s dafür von UN-Generalsekretär Kofi Annan.

16 kenianische Gruppen hatten in einer Vorentscheidung um das Ticket nach Bangkok gerungen. Die Kinder von Shangilia machten das Rennen – aber damit fingen die Probleme für Projektleiterin Suzanne Njeri erst an. Keines der Kinder hatte einen Pass, keines eine Geburtsurkunde. Wochenlang wurden Behörden bestürmt, Verwandte ausfindig gemacht. Ein Rennen gegen die Zeit. Schließlich wurden die elf Kinder auf die Reise geschickte, für die zuerst der Papierkram passgerecht erledigt werden konnte. Da es nicht dieselben waren, die die Ausscheidung gewonnen hatten, wurden sie in einem Intensivtraining fit gemacht. Offensichtlich mit Erfolg.