Felsbrocken zerstört vier Wohnhütten

Von Dennis Wellmann

In der Nacht von Sonntag auf Montag löste sich an einem Hang unweit unseres Straßenkinderprojektes Pikin Paddy ein gewaltiger Felsbrocken und zerstörte vier Wohnhütten. Dabei starben vier junge Männer, die bereits aus den Trümmern geborgen wurden. Die Suche nach Vermissten läuft weiter.

Nach ersten Schätzungen ist davon auszugehen, dass etwa 53 Menschen ihr Obdach verloren haben, davon sind 22 Kinder. Weil Cap Anamur als erste internationale Hilfsorganisation vor Ort war, haben wir sofort mit einigen Hilfsmaßnahmen begonnen: Zunächst hat unser Team Nahrungsmittel und Trinkwasser für die Menschen bereitgestellt. Drei der Kinder, die durch den Unfall obdachlos geworden sind und auf die Schnelle keinen Schlafplatz gefunden haben, fanden Unterschlupf im Pikin Paddy. Für die kommenden Wochen sind auch die anderen betroffenen Kinder eingeladen, zum Essen ins Pikin Paddy zu kommen.

Das Unglück geschah in Magazine Wharf, einem Armenviertel von Sierra Leones Hauptstadt Freetown. Hier betreut Cap Anamur seit 2012 das Pikin Paddy. Zudem haben wir zur Prävention von Ebola seit Juli dieses Jahres ein Hygieneprojekt laufen, das die Reinigung und Desinfektion von Toiletten in der Slum-Gegend umfasst.

Wir sind froh, dass wir auch jetzt schnelle und unkomplizierte Hilfe leisten können.