Kicken für den guten Zweck

Nach wie vor ist Ebola in Sierra Leone noch nicht vollständig eingedämmt und so führen wir die Hygienemaßnahmen in den Sanitäranlagen der Hauptstadt-Slums fort. Unterstützung haben wir dabei von dem britischen Korporal Luke Webb erhalten. Ihm hat unsere Arbeit so imponiert, dass er mit einigen seiner Kollegen aus der britischen Armee ein Benefiz-Fußball-Turnier ins Leben gerufen hat. Er wolle neben der finanziellen Unterstützung von Cap Anamur zur Sensibilisierung für das Thema Ebola beitragen und das Fußballspiel nutzen, um die Menschen dieses gebeutelten Landes zu vereinen. Die Sammlung lief bis Ende September. Nun kommt der komplette Erlös von über 2.150,55 britischen Pfund, also rund 2.900 Euro, in gleichen Teilen dem Reinigungsprojekt sowie unserem Straßenkinderprojekt Pikin Paddy zugute.

Am Sonntag, den 13. September wurde das Turnier ausgetragen: Das Team der britischen Armee sowie sieben Teams aus den Slum-Gemeinden, die von Ebola besonders stark betroffen waren, traten gegeneinander an, um möglichst viel Geld für unsere Arbeit zu generieren. Das Finale gewannen die Spieler von Kolleh, die während der Siegerehrung stolz die Trophäe entgegen nahmen. Für die anderen Teams gab es immerhin kleine Trostpreise.

„Den Spendenaufruf für Cap Anamur und das Pikin Paddy hat Corporal Luke Webb aus persönlichen Gründen gestartet, weil er die Arbeit, die wir dort und in den Slums leisten, toll findet“, erzählt unsere Mitarbeiterin Simone Ross. Die Kinderkrankenpflegerin war mit zwei Sozialarbeitern und den Pikin-Paddy-Kindern vor Ort, um die Spieler anzufeuern und sich für das Engagement zu bedanken. „Die Kinder hatten einen tollen und abwechslungsreichen Tag. Und es war schön zu sehen, dass die britische Armee völlig uneigennützig dieses Event auf die Beine gestellt hat und sich damit besonders um die Kinder in unserem Projekt kümmert.“

Das Cap-Anamur-Team dankt herzlich allen Beteiligten, den Organisatoren, Fußballspielern und vor allem Luke Webb für diese wunderbare Idee!

Übrigens:

Auch in Deutschland gehen Fußball und Cap Anamur bestens zusammen. Die Betriebssport-Fußballtruppe des Landschaftsverband Westfalen-Lippe hat die Saison 2015 äußerst erfolgreich abgeschlossen – nach 12 Spielen wurden sie Vizemeister in der A-Klasse des Betriebssportverbandes Münster. „Der Erfolg der Mannschaft lag diese Saison vorrangig in dem großartigen Gemeinschaftsgefühl und dem Teamgeist“, berichtet Matthias Rademacher. „So wurden einige Begegnungen in Unterzahl gewonnen. Zudem laufen wir nun mit der Hilfsorganisation Cap Anamur auf der Brust auf. Damit möchten wir auf die großartige Arbeit der weltweit in Krisengebieten aktiven Hilfsorganisation aufmerksam machen.“ Matthias Rademacher war 2006 selbst für Cap Anamur als Krankenpfleger in Liberia im Einsatz.

Wie ihr Cap Anamur mit einer solchen Aktion unterstützen könnt, erfahrt ihr hier.