WebTalk – mit Cap Anamur Geschäftsführer Bernd Göken

Cap Anamur Geschäftsführer Bernd Göken hat am 28.11. einen Impulsvortrag zum Thema „Zivilgesellschaftliches Engagement in einem Krisenland“ im Rahmen des WebTalks „(K)eine Chance für Afghanistan“ der Friedrich-Naumann-Stiftung gehalten.

Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit hat sich innerhalb des WebTalks „(K)eine Chance für Afghanistan“ mit dem aktuellen Friedensprozess und den politischen Entwicklungen in Afghanistan beschäftigt. Neben Dr. Marie-Agnes Strack Zimmermann, FDB Bundestagsabgeordnete und Sprecherin für Verteidigungspolitik und Kommunalpolitik der FDP-Fraktion war Bernd Göken, Geschäftsführer von Cap Anamur / Deutsche Notärzte e.V. als Sprecher geladen.

Bernd Göken hat in seinem Impulsvortrag „Zivilgesellschaftliches Engagement in einem Krisenland.“ die Arbeit von Cap Anamur seit 2001 in Afghanistan vorgestellt. Welche Maßnahmen im medizinischen Bereich und im Bildungsbereich umgesetzt wurden und wie sich die humanitäre Hilfe dort in den letzten 20 Jahren verändert hat. Denn die Arbeit der Kölner Hilfsorganisation musste sich immer auch der angespannten politischen Lage anpassen.

Hier können Sie den WebTalk und den Impulsvortrag anschauen:

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(K)eine Chance für Afghanistan –  Friedensprozess und Entwicklung Afghanistans auf dem Prüfstand

„Steht Afghanistan am Scheideweg? Nachdem die Vereinigten Staaten von Amerika mit den Taliban Ende Februar 2020 ein Abkommen geschlossen haben, stehen für die US-Amerikaner die Zeichen auf Abzug. Bis Ende April 2021 sollen laut dem Abkommen alle US-amerikanischen Soldaten, Verbündeten und zivile Vertragspartner abgezogen sein. Die Truppen wurde bereits reduziert. Ein vorzeitiger Abzug bis Weihnachten wurde von Präsident Trump angekündigt. Nach zähen Vorbereitungen verhandelt auch die afghanische Regierung mit den Taliban. Gibt es am Ende ein Friedensabkommen, ja eine Chance für Afghanistan oder eher nicht? Was wird dieses Friedensabkommen enthalten? Frauenrechte seien nicht verhandelbar, erklärte die westlichen Partner der afghanischen Regierung. Die Taliban 2020 seien zudem nicht die Taliban des Jahres 2001. Können also die Taliban ohne einen Verlust im Bereich der Menschen- und Bürgerrechte an der Regierung beteiligt werden? Welchen Stempel wollen sie dem Land, das sich nun seit über 40 Jahren im Krieg befindet, tatsächlich aufdrücken? Wie ist zudem der fast 20-jährige Einsatz der NATO und ihrer Partner zu bewerten? War alles umsonst, auch die Opfer, das Bundeswehrsoldaten in ihrem Einsatz dort erbrachten, die entweder tot oder schwer an Leib und/oder Seele verwundet zurückkehrten?