Wiederaufbau in Mosambik

Die Folgen des Sturms

Es war das erste Mal, dass das Mosambik seit seiner Unabhängigkeit 1975 den Notstand ausgerufen hat. Schätzungen zufolge haben circa  1,7 Millionen Menschen in den Regionen gelebt, in denen Tropensturm „Idai“, gefolgt von Sturmfluten und Starkregen, gewütet hat. Über 600 Tote hatte das Land insgesamt zu beklagen.

Auch heute noch, fast drei Monate nach „Idai“, leiden noch immer viele Menschen unter den Folgen der Naturkatastrophe. Felder sind zerstört, Nahrungsmittelvorräte knapp, Wohnhäuser, Schulen und Krankenhäuser sind komplett zerstört und Krankheiten konnten sich durch verunreinigtes Trinkwasser noch schneller ausbreiten.

Von Nothilfe zu Nachhaltigkeit

In der Hafenstadt Beira, die vom Sturm besonders stark getroffen und tagelang von der Außenwelt abgeschnitten war, begann unser Nothilfe-Team nur wenige Tage nach der Naturkatastrophe ihren Einsatz. Mit dem Wiederaufbau eines Krankenhauses in Buzi, einer Region in der Nähe der Hafenstadt Beira, haben wir den nächsten Schritt unserer Hilfe für Mosambik eingeleitet.

Vor Zyklon „Idai“ war das Krankenhaus in Buzi ein kleines aber funktionierendes Krankenhaus mit 80 Betten und bis zu 300 Patienten am Tag in Sprechstunden und der Notaufnahme. Nach „Idai“ war das Krankenhaus zu großen Teilen zerstört. Bei fast allen Gebäuden fehlen Teile oder gar das komplette Dach, viele Wände sind eingestürzt und auch Elektrizität gibt es keine. Hospitalzelte waren die einzige medizinische Versorgung für die Menschen in der Region.

Fortschritte beim Wiederaufbau

In nur drei Monaten konnte unser Team in Mosambik viele sichtbare und nicht sichtbare Fortschritte machen. So gehen die Bauarbeiten am Krankenhaus in Buzi sehr gut voran.  Die heruntergekommen Gebäude wurden von den Trümmern befreit, das Dach ausgebessert oder komplett neu errichtet und Wasserversorgung sowie Stromverteilung wiederhergestellt.

Zusätzlich wurde das medizinische Personal geschult und bei der Versorgung der Patienten unterstützt. Hier wollen wir auch nach der Renovierung des Krankenhauses ansetzen und das Krankenhaus organisatorisch sowie medizinisch unterstützen.