Leitlinien

Unsere Leitlinien

„Ich möchte nie mehr feige sein. Cap Anamur ist das schönste Ergebnis des deutschen Verlangens, niemals wieder feige, sondern immer mutig zu sein.“
(Rupert Neudeck in seiner Ansprache zum 30-jährigen Bestehen von Cap Anamur)

Seit der Gründung von Cap Anamur hält sich die Organisation an das Prinzip, dort zu helfen, wo es am nötigsten ist. Mit unserer Arbeit haben sich im Laufe der Jahre Grundzüge und Leitlinien herausgebildet, nach denen wir handeln.

Grundsätze der humanitären Hilfe von Cap Anamur

>>> Wir helfen den Menschen in Not möglichst schnell, unbürokratisch und flexibel. Wir fühlen uns dem Grundsatz der radikalen Humanität verpflichtet.

>>> Uns ist bewusst, dass wir mit unserer Arbeit Anteil am Schicksal von Menschen nehmen. Mit unserer Arbeit erfüllen und erwecken wir Erwartungen. Unsere Arbeit in den Projekten ist eine Arbeit auf Zeit.

>>> Wir stimmen unsere Aktivitäten eng mit den Bedürftigen und den lokalen Autoritäten ab und arbeiten streng bedarfsorientiert.

>>> Wir verfolgen das Ziel, die Eigeninitiative der Menschen und Organisationen vor Ort zu stärken und zur Selbsthilfe anzuleiten.

>>> Wir helfen notleidenden Menschen – ungeachtet ihrer ethnischen, religiösen und politischen Zugehörigkeit.

>>> Wir tragen dazu bei, die lokale Infrastruktur zu verbessern, indem wir zukunftsorientierte Ausbildungsprogramme entwickeln und dabei berufserfahrene Mitarbeiter einsetzten.

>>> Ein Hilfsprojekt endet für uns nicht nach der operativen Phase. Auch danach schauen wir hin und bemühen uns aktiv um eine nachhaltige Qualitätssicherung.

>>> Wir sind offen für Ideen und Innovationen der Menschen vor Ort. Wir verstehen uns als Lernende – auch in dem, was wir geben.

>>> Uns ist bewusst, dass wir Veränderungen anstoßen und uns dabei selbst verändern. Niemand geht aus einem Projekt so heraus, wie er hineingegangen ist.

>>> Wir arbeiten mit Nichtregierungsorganisationen zusammen, die unsere Grundsätze teilen.

>>> Bei jeder Sofort- oder Nothilfe behalten wir im Auge, wie sich daraus eine Entwicklungszusammenarbeit ergeben kann.

>>> Politisch unabhängig zu sein bedeutet nicht, unpolitisch zu sein. Unser Engagement für Verfolgte und Unterdrückte bringt uns zwangsläufig in Konflikt mit den Verfolgern und Unterdrückern. Politische Aufmerksamkeit ist eine Grundvoraussetzung für unsere Arbeit, denn nur mit ihrer Hilfe lassen sich Gefahrensituationen vermeiden.

>>> Wir entscheiden selbst über Ort, Dauer und Umfang unserer Einsätze. Daher ist die Unabhängigkeit sowohl von öffentlichen Finanzmitteln, als auch von wirtschaftlichem Sponsoring eine zentrale Voraussetzung für unsere Arbeit.

>>> Eine sorgfältige Verwendung unserer Mittel sowie Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit und unseren Spendern sind für uns essentiell.

>>> Gute Arbeit und sparsames Wirtschaften sind für uns die beste Öffentlichkeitsarbeit.