Gesundheitliche Eckdaten

Lebenserwartung bei Geburt: 71 Jahre (Frauen), 69 Jahre (Männer)
Säuglingssterblichkeit pro 1.000 Geburten: 29
Ärzte pro 1.000 Einwohner: 0,2

Cap Anamur engagierte sich erstmals 2015 in Nepal.

Situation im Land

Nachdem Ende April 2015 in Nepal die Erde gebebt hatte, standen viele Menschen von einem Tag auf den anderen vor dem Nichts. Ausgehend vom Epizentrum 80 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Kathmandu richtete das Beben der Stärke 7,8 verheerende Schäden im ganzen Land an. Annähernd 9.000 Menschen verloren ihr Leben, über 22.000 weitere wurden teils schwer verletzt. Zudem legte die Naturgewalt Wohnhäuser, Schulen, Tempelanlagen und Geschäftsräume in Schutt und Asche. Wichtige Zufahrtswege und Straßen waren verschüttet die Strom- und Wasserversorgung vielerorts zusammengebrochen. Die internationale Hilfe konzentrierte sich zunächst auf leicht erreichbare Gebiete, viele abgelegene Dörfer wie beispielsweise Judeegaun und Chandeni östlich der Hauptstadt waren auf sich gestellt.

Unser Ziel

Schaffung einer Zukunftsperspektive für Kinder der stark vom Erdbeben betroffenen Dörfer Judeegaun und Chandeni durch den erdbebensicheren Neubau zweier Schulen. Zudem: Versorgung der Schüler und Dorfbewohner mit sauberem Trinkwasser.

Unsere Aktivitäten

Evaluierung stark betroffener Gebiete, die von der internationalen Hilfe bisher noch nicht bedacht wurden. Medizinische Versorgung der Bewohner des Dorfes Judeegaun und Verteilung von Lebensmittelrationen für einen Monat.

Neubau der Schule in Judeegaun innerhalb von 11 Monaten. Sodann Neubau der Schule in Chandeni innerhalb von 9 Monaten. Beide Schulen haben wir 2016 eröffnet und das Bildungsangebot im Vergleich zu den zerstörten Vorgängerschulen um mehrere Klassenstufen erweitert. Dadurch kann in beiden Dörfern auch der Lehrinhalt weiterführender Schulen angeboten werden. In beiden Schulen nehmen nun insgesamt etwa 700 Schülerinnen und Schüler am Unterricht teil.

Mit Abschluss der Bauarbeiten haben wir die Bohrungen für die Brunnen eingeleitet. Während in Judeegaun schon eine geringe Bohrtiefe von wenigen Metern ausreichte, um die Wasserversorgung zu sichern, mussten wir in Chandeni über 150 Meter in die Tiefe graben. Derzeit arbeiten wir noch an einem komplexen Wasserleitsystem, über das neben der Schule auch das gesamte Dorf mit Trinkwasser versorgt werden soll.

Bildergalerie

Projektberichte: